Ein kräftiges Hallo von mir an euch.
Wieder einmal konnte ich in der Bibo einen PC ergattern und nutze die Zeit, die ich mal nicht mit Veranstaltungen oder ähnlichem verbringe, zum schreiben.
Meine Erkältung ist immer noch da, aber die Kopfschmerzen sind zum Glück weg und es gibt nichts mehr, das mich beim Lernen behindert.
Zum Thema Lernen: Das Pensum ist ja doch ganz schön und irgendwie lernt es sich im Sitzen am Schreibtisch am besten. ABER: Meiner Wirbelsäule gefällt das alles nicht wirklich. Bis gestern abend war ich schmerzfrei, aber heute hat es wieder angefangen. Ich muss de facto alle 5 Minuten die Sitzposition wechseln, weil ich sonst wahnsinnig werde. Meine Hoffnunf ruht ja nun wirklich auf morgen früh, 7 Uhr. Da hab ich wieder einen Termin bei der Physiotherapie. Die nette Frau müht sich da ja nach Leibeskräften an meiner Wirbelsäule ab, aber den Knick sieht man immer noch. Auf jeden Fall habe ich glaub ich noch 1 oder 2 Behandlungen, damit muss ich dann die 2 1/2 Prüfungswochen überstehen. Ansonsten habe ich noch
a) eine Wärmflasche, die bei akuten Problemen eingesetzt wird
b) ein Nackenkissen, damit der Schlaf erholsam ist und
c) meinen Nachhauseweg. Ich fahre jetz fast keine Straßenbahn mehr, also die eine Haltestelle von mir zur Uni, sondern laufe den Weg.
ich würde also mal behaupten, dass ich mein Bestes gebe. Mal sehen, was mein Körper dazu sagt.
Ich mach mir natürlich auch ein wenig Sorgen. Wenn ich jetzt, mit 20 Jahren schon solche Probleme habe, was wird denn das dann, wenn ich mal 60 oder so bin?? Da müsste ja dann gar nichts mehr mit mir los sein. Hoffen wir mal das Beste.
Gestern habe ich mich mit einer Mexikanerin getroffen, die jetzt seit 2 Jahren in Deutschland wohnt und einen Tandempartnern sucht. Tandem bedeutet hier nicht Fahrradfahren, sondern eine Art von Sprachenaustausch. Sie möchte ihr Deutsch trainiern und ich mein Spanisch. Und in dem Treffen gestern haben wir beide wunderbar in den Sprachen hin- und herwechseln können. Sie hat hier auch einen Freund, ansonsten aber einige Schwierigkeiten, mit der deutschen Kultur klar zu kommen. Ihr kennt ja meine Erzählungen, also die Erfahrungen einer doch recht toleranten deutschen in Südamerika. Das war ja manchmal auch recht lustig bzw. verzwackt.
Jetzt ist hier aber eine Südamerikanerin in Deutschland:
Ihr Hauptproblem, ist die "emotionale Kälte" unter den Deutschen. Sie sagt, die meisten versuchen mit ihr zu reden, sehen, dass sie sie nicht versteht und brechen dann häufig das Gespräch ab, weil die Geduld fehlt.
Weiterhin kommt sie mit ihrer Schwiegermutter nicht so richtig klar. Wann immer die beiden aufeinander treffen, "kritisiert" die Schwiegermutter. "Kind, das Besteck liegt nicht richtig. Dein Hefter sieht ja total zerfleddert aus. Deine Sachen sind ja gar nicht gebügelt........" Da kann man sicher noch vieles hinzufügen.
Was denkt die Mexikanerin? :
Sie wird aus "mala honda" heraus, also mit einem bösen Hintergedanken behandelt und niemand mag sie.
Was denkt (höchstwahrscheinlich) die deutsche Schwiegermami?
"Das ist jetzt die Freundin meines Sohnes, ich behandle sie wie meine eigenen Tochter. Und da kann das doch nicht gehen, dass sie so rumläuft und ihre Arbeitsmittel so heruntergekommen sind. Da mach ich mir doch Sorgen. Ich mag sie und will, dass sie gut angenommen wird."
Wenn man beide Kulturen kennt, kann man den Zusammenhang erkennen. Beide Standpunkte und Denkweisen sind logisch nachvollziehbar.
Ich find sowas faszinierend, weil die Mexikanerin echt erstaunt war, dass man jemanden aus Zuneigung heraus kritisiert. Das ist nichts was sie kennt.
"Ich mag dich, also zeige ich dir deine Schwächen auf". Ich glaube, so eine Art ihr Zuneigung zu zeigen, haben nur die Deutschen =)
Um bei dem Thema der Kultur zu bleiben. Ich hab euch doch im letzten Beitrag von der antirassistischen Hochschulgruppe erzählt. Wir haben uns gegründet, einen Namen gegeben und die "Ämter" verteilt. Ich habe den Posten des Protokollanten "abbekommen". Und die Arbeit, die wir machen ist echt interessant. Weil hier auch genau die "kulturellen" Unterschiede auftreten, die auch Integrationsprozesse nicht so leicht überwinden können.
Es ist zum Beispiel für die beteiligten Internationalen Studierenden relativ schwer nachvollziehbar, dass sich Menschen, die uns zuhören überrumpelt und angegriffen fühlen können. Heute abend findet eine Podiumsdisskussion statt und wir haben im Rahmen der strategischen Planung versucht, ein Konzept aufzustellen. Und genau da kam der Vorschlag, alle aufgetretenen Fälle von Angriffen und Bedrohungen zu benennen. Es kommt leider eine ziemlich lange Liste mit wirklich heftigen Vorfällen zusammen. Und natürlich kommt auch immer Emotion mit ins Spiel, wenn man versucht, diese Thematik zu artikulieren. Aber wie schnell füllen wir als Zuhörer uns schockiert schirmen "geistig" ab, weil wir bis jetzt dachten in einer friedlichen und freundlichen Stadt zu wohnen. Ich weiß nicht, ob diese Mechanismen des Abblockens ein Symptom nur der Gesellschaft in der BRD sind. Aber diese Reaktion zu erwarten, erscheint mir auf jeden Fall realistisch.
Und genau hier ist das Tolle an der Gruppe. Jede Meinung wird gehört. Wir betreiben einen wirklichen, fruchtbaren Meinungsbildungsprozess. Ich weiß wieder, dass ich HIER an DIESER Uni mit DIESEM Studiengang mit DIESEN Leuten absolut richtig bin.
Natürlich verbringe ich wesentlich mehr Zeit als erforderlich auf dem Campus und "vergeude" freie Zeit. Aber genau das ist doch mein Anspruch. Nicht nur die 180 Leistungspunkte für den Bachelor erbringen und auf keinen Fall mehr. Sondern so viel wie möglich mit nehmen und auch über mich selber lernen. Ich bin der Überzeugung, dass ich in dieser Gruppe mehr Soft Skills erlerne, als in irgendeinem Workshop oder Lehrgang. Denn es gibt kaum kritischere oder empfindlichere Themen als Migration und Rassismus in Deutschland.
Im folgenden habe ich den offenen Brief, den die Hochschulleitung zusammen mit uns verfasst hat, hier mal hineinkopiert.
"Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten zum Thema Rechtsextremismus
in Deutschland, aber auch aufgrund persönlicher Erfahrungen von Studierenden, machen wir, Studierendenrat und Hochschulleitung, uns für eine tolerante und engagierte Zivilgesellschaft stark. Als demokratisch gesinnte Bürgerinnen und
Bürger treten wir der rechten Gefahr entschieden entgegen. Wir rufen alle
Zeugen von Angriffen auf internationale Studierende, Menschen mit Migrantionshintergrund oder andere Personen – sei es auf dem Campus oder in
der Stadt – auf, wachsam zu sein und einzuschreiten. Durch Worte, Taten
oder den Hilferuf an die Polizei. Wir stellen uns GEGEN Diskriminierung
und Menschenverachtung jeder Art und stehen FÜR ein vielfältiges
und weltoffenes Miteinander auf dem Campus und in unserer Stadt.
Studierendenrat und Hochschulleitung der Universität Erfurt "
Ich kann leider nicht zu der Diskussion, da hab ich nämlich Qigong. Bei allem Partizipationswillen und -gedanken ist es glaub ich auch nicht falsch, mal einen kleinen Zeitraum für sich und seinen Körper zuhaben. Nennt mich an dieser Stelle gerne egoistisch, aber ich finde das ist wichtig.
Und nachdem ich euch jetzt wieder sehr viel Nachdenk-Stoff verabreicht hab, verabschiede ich mich zu besagtem Qigong-Kurs und wünsche euch noch einen schönen Abend.
Der heutige Beitrag ist deshalb so "politisch" ausgefallen, weil ich auf den letzten ein gutes Feedback bekommen habe.
Euch gefällt das nicht ?? Dann schreibt mir eine Mail und ich werde was verändern.
Bis dahin
Einen schönen Abend und bis bald
Eure Franzi
Mittwoch, 18. Januar 2012
Dienstag, 10. Januar 2012
Willkommen 2012 !!!
Herzlich Willkommen im neuen Jahr!
Ich hoffe ihr habt die Weihnachtsfeiertage und Sylvester gut überstanden und genießt beste Gesundheit.
Über meine freien Tage (die immerhin bis zum 9.01. gingen) habe ich es mir zu Hause bei meinen Eltern beziehungsweise bei meinen Großeltern gut gehen lassen. Meine Hosen passen jetzt WIEDER und ich sehe mich bestens gerüstet für meine Prüfungen.
Der Weihnachtsmann (oder eher -familie) war sehr fleißig und ich kann mich an dieser Stelle eigentlich nur bedanken.
Danke für das tolle Jahr 2011. Nur mit und durch Euch ist es zu so einem tollen Jahr geworden.
Danke für die lieben (nicht immer unbedingt materiellen) Geschenke, die ihr mir nicht nur zu Weihnachten überreicht habt.
Danke für die lieben Grüße, Anrufe, SMSen und Mails die ich von euch zum neuen Jahr erhalten habe. Wenn auch schwer vorstellbar, 2012 könnte besser werden als 2011. Und das war ja schon der Hammer.
Ihr frag euch sicher, warum ich euch zu DIESER Zeit schreibe. Seit 11 Uhr sitze ich in der (traumhaften) Unibibliothek und führe mir Management und Mikroökonomie zu Gemüte. Heute früh sah ich aber freililch nicht aus, als wollte ich überhaupt das Haus verlassen. Nicht direkt verquollen, aber schon irgendwie die Richtung, ein Kopf gefühlt so groß wie ein Sarkophag und der tote Vogel auf der Zunge war auch da. Und habe gestern abend nicht einen Tropfen Alkohol angerührt. Nein, eher warmen Tee mit Zucker. Ihr könnt es euch sicher denken, eine Erkältung hat mich eingeholt. Und da hab ich dann mein gesamtes Chemiearsenal aus dem Bad geholt, mich nach 3 Riesenpötten Tee dann auch wieder wie ein Mensch gefühlt. Die moderne Medizin......
Am 25.01. ist die erste Prüfung (Politik). Ich wäre gerne wieder gesund, bevor meine Klausuren ins Haus stehen. Aber ich bin doch mal ganz optimistisch.
Hier in der Bibo herrscht reger Lern- und Arbeitseifer. Nicht nur bei mir stehen Klausuren an, mein Gegenüber treibt sich selbst gerade mit Wirtschaftssoziologie in den Wahnsinn. Der ist auch schon eine Weile hier.
Mittagessen war ich auch schon, heute gab es Germknödel. Also Nervennahrung pur.
Das bringt mich schon wieder aufs nächste Thema: Winterurlaub. Also wenn ich Glück habe, kein Professor mehr seine Klausur verschiebt und ich mindestens die ersten beiden Klausuren bestehe, dann kann ich eine Woche in den Winterurlaub fahren (und hier möchte ich anmerken: DEN VERDIENTEN Winterurlaub). Danach kann dann kommen, was da wolle. Aber bei meinem ehemaligen Arbeitgeber aus Leipzig habe ich schon angerufen, die werden mich dann ganz unkompliziert wieder bis Mitte April einsetzen. Natürlich möchte ich mich in meinen Ferien ausruhen. Aber wenn ich nur die ganze Zeit zu Hause bin, dann dreh entweder ich, oder einer meiner "Mitbewohner" in Leipzig durch. Und das wollen wir ja nicht.
In Erfurt kam es gegenüber internationalen StudentInnen immer wieder zu verbaler und physischer Gewalt. Morgen abend ist die Versammlung der Hochschulgruppe, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzen möchte. Einen Namen, oder ein Konzept gibt es halt noch nicht, dass soll (wenn ich das richtig verstanden habe) morgen stattfinden. Ich meine ja, klar - was der Herr Bundespräsident macht ist nicht richtig oder einfach nur äußerste unklug. Aber wir haben hier in Deutschland doch wirklich ein paar ernsthafte Herausforderungen. Und deshalb freu ich mich auf morgen Abend. Endlich mal nicht nur mitschreiben und aufsaugen, sondern die Möglichkeit bekommen, selber etwas zu machen und zu leisten.
Passend zum Thema lese ich gerade eine APuZ zum Thema Muslime in Deutschland. (APuZ = Aus Politik und Zeitgeschichte, von der Bundeszentrale für Politische Bildung herausgegebene Zeitschriften die Essays und Artikel zu aktuellpolitischen Themen enthalten) Manche Hefte beinhalten schwere Materie, die zum Teil ZU wissenschaftlich geschrieben ist. Aber die Ausgabe über den Islam in der BRD liest sich einfach und verzichtet auf eine Politisierung oder Schwarz-Weiß-Denken.
Zu Hause bin ich ja in den Genuss des TVs gekommen, der mir ja in Erfurt verwehrt bleibt. Ich muss aber sagen, dass ich das Gerät nicht im mindesten vermisse. Die paar wirklich wichtigen Informationen bekomme ich beim Frühstück vom Radio mit und alles was ich genauer wissen möchte recherchiere ich im Internet. Im TV passiert einfach nur soviel Panikmache und soviele negative Aspekte werden ausgegraben. Eine echte Revulotion wäre es doch, einen Sender zu gestalten, der nur die Schönen Dinge, die um uns herum passieren, zeigt. Nicht herumstochern, bis man was Schlechtes findet. Aber was solls, das wird wahrscheinlich nie passieren.
Stichpunkt "Schöne Dinge": "Meine" Tanzschule in Leipzig hat jetzt am kommenden Wochenende großen "Show-Marathon". Von Samstag bis Montag werden die Mädels UND Jungs in dem Stück "Alles im Wunderland" tanzen, singen und spielen. Ich war letzten Freitag bei einer der Proben dabei und ich kann nur sagen, es ist wieder wunderschön. Ich würd euch auch gerne alle einladen. Aber die Karten sind bereits komplett ausverkauft. Leider. Oder auch nicht. Denn es gibt nichts schöneres, als vor einem vollen "Haus" zu spielen und ein tolles Publikum zu haben. Soweit ich den nächsten Termin weiß, sag ich euch Bescheid. Dann habt ihr vielleicht noch die Chance, Karten zu bekommen und könnt euch einen eigenen Eindruck verschaffen.
Auch dieses Mal kann/darf ich mitwirken. Zum Lernen der Choreographien reicht es dann leider nicht mehr, aber ich kann beim Umziehen/Kostünwechsel und so weiter, helfen. Auch eine tolle Aufgabe.
So langsam nähert sich meine Vorlesung. ich danke euch wieder für Eure Aufmerksamkeit. Ich schreibe so selten, weil ich nie weiß, ob das, was mir durch den Kopf geht, interessant genug ist. Vielleicht könnt ihr in eine kleine Mail oder ähnliches schreiben, was ihr wissen wollt, welche Themen ihr nicht so toll findet und was ich total vergessen habe.
Ist euch übrigens aufgefallen, dass wir die 5.000er Marke bei den Seitenaufrufen geknackt haben? Auch dafür ein herzliches Dankeschön an Euch. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass ich das sagen kann. VIELEN VIELEN DANK
Ich wünsche euch eine schöne Woche, im Moment scheint sogar die Sonne. Vielleicht könnt ihr euch ja mit Tee und dicker Jacke auf Balkon/Terasse setzen und die ersten Sonnenstrahlen genießen. Ich hol mir jetzt noch einen Kaffee und geh dann zur Rechts-Vorlesung.
Alles alles Liebe
Eure Franzi
Ich hoffe ihr habt die Weihnachtsfeiertage und Sylvester gut überstanden und genießt beste Gesundheit.
Über meine freien Tage (die immerhin bis zum 9.01. gingen) habe ich es mir zu Hause bei meinen Eltern beziehungsweise bei meinen Großeltern gut gehen lassen. Meine Hosen passen jetzt WIEDER und ich sehe mich bestens gerüstet für meine Prüfungen.
Der Weihnachtsmann (oder eher -familie) war sehr fleißig und ich kann mich an dieser Stelle eigentlich nur bedanken.
Danke für das tolle Jahr 2011. Nur mit und durch Euch ist es zu so einem tollen Jahr geworden.
Danke für die lieben (nicht immer unbedingt materiellen) Geschenke, die ihr mir nicht nur zu Weihnachten überreicht habt.
Danke für die lieben Grüße, Anrufe, SMSen und Mails die ich von euch zum neuen Jahr erhalten habe. Wenn auch schwer vorstellbar, 2012 könnte besser werden als 2011. Und das war ja schon der Hammer.
Ihr frag euch sicher, warum ich euch zu DIESER Zeit schreibe. Seit 11 Uhr sitze ich in der (traumhaften) Unibibliothek und führe mir Management und Mikroökonomie zu Gemüte. Heute früh sah ich aber freililch nicht aus, als wollte ich überhaupt das Haus verlassen. Nicht direkt verquollen, aber schon irgendwie die Richtung, ein Kopf gefühlt so groß wie ein Sarkophag und der tote Vogel auf der Zunge war auch da. Und habe gestern abend nicht einen Tropfen Alkohol angerührt. Nein, eher warmen Tee mit Zucker. Ihr könnt es euch sicher denken, eine Erkältung hat mich eingeholt. Und da hab ich dann mein gesamtes Chemiearsenal aus dem Bad geholt, mich nach 3 Riesenpötten Tee dann auch wieder wie ein Mensch gefühlt. Die moderne Medizin......
Am 25.01. ist die erste Prüfung (Politik). Ich wäre gerne wieder gesund, bevor meine Klausuren ins Haus stehen. Aber ich bin doch mal ganz optimistisch.
Hier in der Bibo herrscht reger Lern- und Arbeitseifer. Nicht nur bei mir stehen Klausuren an, mein Gegenüber treibt sich selbst gerade mit Wirtschaftssoziologie in den Wahnsinn. Der ist auch schon eine Weile hier.
Mittagessen war ich auch schon, heute gab es Germknödel. Also Nervennahrung pur.
Das bringt mich schon wieder aufs nächste Thema: Winterurlaub. Also wenn ich Glück habe, kein Professor mehr seine Klausur verschiebt und ich mindestens die ersten beiden Klausuren bestehe, dann kann ich eine Woche in den Winterurlaub fahren (und hier möchte ich anmerken: DEN VERDIENTEN Winterurlaub). Danach kann dann kommen, was da wolle. Aber bei meinem ehemaligen Arbeitgeber aus Leipzig habe ich schon angerufen, die werden mich dann ganz unkompliziert wieder bis Mitte April einsetzen. Natürlich möchte ich mich in meinen Ferien ausruhen. Aber wenn ich nur die ganze Zeit zu Hause bin, dann dreh entweder ich, oder einer meiner "Mitbewohner" in Leipzig durch. Und das wollen wir ja nicht.
In Erfurt kam es gegenüber internationalen StudentInnen immer wieder zu verbaler und physischer Gewalt. Morgen abend ist die Versammlung der Hochschulgruppe, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzen möchte. Einen Namen, oder ein Konzept gibt es halt noch nicht, dass soll (wenn ich das richtig verstanden habe) morgen stattfinden. Ich meine ja, klar - was der Herr Bundespräsident macht ist nicht richtig oder einfach nur äußerste unklug. Aber wir haben hier in Deutschland doch wirklich ein paar ernsthafte Herausforderungen. Und deshalb freu ich mich auf morgen Abend. Endlich mal nicht nur mitschreiben und aufsaugen, sondern die Möglichkeit bekommen, selber etwas zu machen und zu leisten.
Passend zum Thema lese ich gerade eine APuZ zum Thema Muslime in Deutschland. (APuZ = Aus Politik und Zeitgeschichte, von der Bundeszentrale für Politische Bildung herausgegebene Zeitschriften die Essays und Artikel zu aktuellpolitischen Themen enthalten) Manche Hefte beinhalten schwere Materie, die zum Teil ZU wissenschaftlich geschrieben ist. Aber die Ausgabe über den Islam in der BRD liest sich einfach und verzichtet auf eine Politisierung oder Schwarz-Weiß-Denken.
Zu Hause bin ich ja in den Genuss des TVs gekommen, der mir ja in Erfurt verwehrt bleibt. Ich muss aber sagen, dass ich das Gerät nicht im mindesten vermisse. Die paar wirklich wichtigen Informationen bekomme ich beim Frühstück vom Radio mit und alles was ich genauer wissen möchte recherchiere ich im Internet. Im TV passiert einfach nur soviel Panikmache und soviele negative Aspekte werden ausgegraben. Eine echte Revulotion wäre es doch, einen Sender zu gestalten, der nur die Schönen Dinge, die um uns herum passieren, zeigt. Nicht herumstochern, bis man was Schlechtes findet. Aber was solls, das wird wahrscheinlich nie passieren.
Stichpunkt "Schöne Dinge": "Meine" Tanzschule in Leipzig hat jetzt am kommenden Wochenende großen "Show-Marathon". Von Samstag bis Montag werden die Mädels UND Jungs in dem Stück "Alles im Wunderland" tanzen, singen und spielen. Ich war letzten Freitag bei einer der Proben dabei und ich kann nur sagen, es ist wieder wunderschön. Ich würd euch auch gerne alle einladen. Aber die Karten sind bereits komplett ausverkauft. Leider. Oder auch nicht. Denn es gibt nichts schöneres, als vor einem vollen "Haus" zu spielen und ein tolles Publikum zu haben. Soweit ich den nächsten Termin weiß, sag ich euch Bescheid. Dann habt ihr vielleicht noch die Chance, Karten zu bekommen und könnt euch einen eigenen Eindruck verschaffen.
Auch dieses Mal kann/darf ich mitwirken. Zum Lernen der Choreographien reicht es dann leider nicht mehr, aber ich kann beim Umziehen/Kostünwechsel und so weiter, helfen. Auch eine tolle Aufgabe.
So langsam nähert sich meine Vorlesung. ich danke euch wieder für Eure Aufmerksamkeit. Ich schreibe so selten, weil ich nie weiß, ob das, was mir durch den Kopf geht, interessant genug ist. Vielleicht könnt ihr in eine kleine Mail oder ähnliches schreiben, was ihr wissen wollt, welche Themen ihr nicht so toll findet und was ich total vergessen habe.
Ist euch übrigens aufgefallen, dass wir die 5.000er Marke bei den Seitenaufrufen geknackt haben? Auch dafür ein herzliches Dankeschön an Euch. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass ich das sagen kann. VIELEN VIELEN DANK
Ich wünsche euch eine schöne Woche, im Moment scheint sogar die Sonne. Vielleicht könnt ihr euch ja mit Tee und dicker Jacke auf Balkon/Terasse setzen und die ersten Sonnenstrahlen genießen. Ich hol mir jetzt noch einen Kaffee und geh dann zur Rechts-Vorlesung.
Alles alles Liebe
Eure Franzi
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Leere im Kühlschrank - Na und ?
Hallo Ihr Lieben !!
Es ist dunkel und kalt draußen, mein Essen köchelt auf dem Herd, das "Date" für heute abend steht und meine Hausarbeit ist fertig. Da dacht ich mir: "Schreib ich euch doch mal!"
Kurze Zusammenfassung meiner Woche: Bibliothek, ein paar Vorlesungen, Mittag und dann wieder Bibliothek. Nur vorab, auch wenn das vielleicht so rüber kommt: Ich will mich nicht beschweren, ich finde das im Gegenteil alles total toll und unterhaltsam und klasse hier. So muss das sein. Behaltet das im Kopf, wenn ich jetzt mit "Jammern" anfange.
Am Freitag wurde die Hausarbeit für das Juristische Arbeiten ausgegeben. Einmal ein Fall im Zivilrecht (also alles rund ums BGB) und ein Fall im Öffentlichen Recht (das Grundgesetz lässt grüßen). Und morgen ist der Abgabetermin. Wie heißt es so schön, es kann spannend werden wenn man unter Zeitdruck arbeitet.
War es auch, total. An den beiden Fällen habe ich mir jetzt nicht direkt die Zähne ausgebissen, aber es ist doch etwas kompliziert, sich da ersteinmal hinein zu denken. So die ganze Denk-und Argumentationsweise sind ja doch völlig neu. Meine beiden Gesetzessammlungen können also jetzt ganz stolz enorme Gebrauchsspuren aufweisen, der Schwarztee- und Kaffeekonsum ist enorm gestiegen und die Schokolade geht mir langsam aus. Abgesehen von diesen Nebenwirkungen bin ich mit meinem Ergebnis ganz zufrieden. Und bin fertig zur Abgabe. Ich hoffe, der Dozent, der das dann lesen darf, ist genauso zufrieden.
Aus diesem freudigen Anlass heraus (Hust !) hab ich mich erstmal selbst belohnt und hab mir ein neues Buch gekauft. Dank der modernen Technik hatte ich es sofort leseparat auf meinem eReader und war auch schon fleißig. Alles wo ich jetzt selber erstmal ne Weile nich nachdenken muss, ist willkommen. Ich lese jetzt schon Sachen auf Plakaten oder in Schaufenstern und habe die "juristische Denkweise" drauf und versuch, das alles zu hinterfragen. Kennt ihr das, wenn euch eure eigenen Gedankengänge verwirren ? Wenn ja, wisst ihr wovon ich rede. Wenn nicht: Das ist eine Erfahrung, auf die man auch verzichten kann.
Da in solc
hen Momenten Einkaufen nicht unbedingt die Nr.1 Lieblingshandlungen ist und mein ganzer Eisschrank voll ist, sieht es in meinem Kühlschrank ziemlich erbärmlich aus. Da mir das ja sonst keiner glaubt, habe ich mal ein Foto gemacht. So einen Anblick will ich euch ja nicht vorenthalten. Ich kann aber nicht behaupten, dass ich auf irgendwas verzichten müsste. Ich komme ganz hervorragend klar, mit dem was (nicht) vorhanden ist. Heut gibt es zum Beispiel die weltbeste Kartoffelsuppe mit ebenfalls sehr guten Bockwürstchen. Ich leide also nicht. Das wollt ich euch nur nochmal versichern. =)
Langsam meldet sich mein Essen, mein "Date" (sprich der Film auf meinem Laptop) ist abspielbereit, die Rotweinflasche offen, Nagellack und Gesichtsmaske aufgetragen und ich befinde mich kurz vor meinem Sprung in meinen wohl verdienten freien Abend. Es wollte ja heute keiner mit mir weggehen, weil noch immer das Damoklesschwert der Hausarbeit über so manchem Kopf schwebt. Dann eben nicht. =)
Ich wünsche Euch einen schönen Abend, egal ob ihr zu Hause auf der Couch, verzweifelt über Eurer Hausarbeit oder fein im Theater sitzt. Ein schönes Wochenende.
Alles Liebe und bis bald
Eure Franzi
Es ist dunkel und kalt draußen, mein Essen köchelt auf dem Herd, das "Date" für heute abend steht und meine Hausarbeit ist fertig. Da dacht ich mir: "Schreib ich euch doch mal!"
Kurze Zusammenfassung meiner Woche: Bibliothek, ein paar Vorlesungen, Mittag und dann wieder Bibliothek. Nur vorab, auch wenn das vielleicht so rüber kommt: Ich will mich nicht beschweren, ich finde das im Gegenteil alles total toll und unterhaltsam und klasse hier. So muss das sein. Behaltet das im Kopf, wenn ich jetzt mit "Jammern" anfange.
Am Freitag wurde die Hausarbeit für das Juristische Arbeiten ausgegeben. Einmal ein Fall im Zivilrecht (also alles rund ums BGB) und ein Fall im Öffentlichen Recht (das Grundgesetz lässt grüßen). Und morgen ist der Abgabetermin. Wie heißt es so schön, es kann spannend werden wenn man unter Zeitdruck arbeitet.
War es auch, total. An den beiden Fällen habe ich mir jetzt nicht direkt die Zähne ausgebissen, aber es ist doch etwas kompliziert, sich da ersteinmal hinein zu denken. So die ganze Denk-und Argumentationsweise sind ja doch völlig neu. Meine beiden Gesetzessammlungen können also jetzt ganz stolz enorme Gebrauchsspuren aufweisen, der Schwarztee- und Kaffeekonsum ist enorm gestiegen und die Schokolade geht mir langsam aus. Abgesehen von diesen Nebenwirkungen bin ich mit meinem Ergebnis ganz zufrieden. Und bin fertig zur Abgabe. Ich hoffe, der Dozent, der das dann lesen darf, ist genauso zufrieden.
Aus diesem freudigen Anlass heraus (Hust !) hab ich mich erstmal selbst belohnt und hab mir ein neues Buch gekauft. Dank der modernen Technik hatte ich es sofort leseparat auf meinem eReader und war auch schon fleißig. Alles wo ich jetzt selber erstmal ne Weile nich nachdenken muss, ist willkommen. Ich lese jetzt schon Sachen auf Plakaten oder in Schaufenstern und habe die "juristische Denkweise" drauf und versuch, das alles zu hinterfragen. Kennt ihr das, wenn euch eure eigenen Gedankengänge verwirren ? Wenn ja, wisst ihr wovon ich rede. Wenn nicht: Das ist eine Erfahrung, auf die man auch verzichten kann.
Da in solc
hen Momenten Einkaufen nicht unbedingt die Nr.1 Lieblingshandlungen ist und mein ganzer Eisschrank voll ist, sieht es in meinem Kühlschrank ziemlich erbärmlich aus. Da mir das ja sonst keiner glaubt, habe ich mal ein Foto gemacht. So einen Anblick will ich euch ja nicht vorenthalten. Ich kann aber nicht behaupten, dass ich auf irgendwas verzichten müsste. Ich komme ganz hervorragend klar, mit dem was (nicht) vorhanden ist. Heut gibt es zum Beispiel die weltbeste Kartoffelsuppe mit ebenfalls sehr guten Bockwürstchen. Ich leide also nicht. Das wollt ich euch nur nochmal versichern. =)Langsam meldet sich mein Essen, mein "Date" (sprich der Film auf meinem Laptop) ist abspielbereit, die Rotweinflasche offen, Nagellack und Gesichtsmaske aufgetragen und ich befinde mich kurz vor meinem Sprung in meinen wohl verdienten freien Abend. Es wollte ja heute keiner mit mir weggehen, weil noch immer das Damoklesschwert der Hausarbeit über so manchem Kopf schwebt. Dann eben nicht. =)
Ich wünsche Euch einen schönen Abend, egal ob ihr zu Hause auf der Couch, verzweifelt über Eurer Hausarbeit oder fein im Theater sitzt. Ein schönes Wochenende.
Alles Liebe und bis bald
Eure Franzi
Dienstag, 6. Dezember 2011
Winter ? - Nein, danke.
Hallo Ihr Lieben.
Nach langer und mehr oder weniger aufregender Zeit sitze ich mal wieder vor meinem Laptop und schreibe euch ein paar Zeilen (oder Seiten?).
Heute müsst ihr mir meine Rechtschreibfehler aus folgendem Grund verzeihen: Ich spüre meine Finger nicht mehr. Die sind, glaub ich, gerade gemeinsam mit meinen Zehen erfroren. Es ist verdammt kalt und ungemütlich in Deutschland.
Ich stelle hiermit den Antrag, im warmen Überwintern zu dürfen. Ort ist mir im Moment egal, Hauptsache: Sonne, Wärme (25°C +) und einen Strand und/oder Pool in Reichweite.
Kennt ihr Terry Pratchett? Meine Familie wird´s kennen, durfte sie mich doch schon mit einigen Werken dieses grandiosen Autors versorgen. Jedenfalls hat er immer einen Troll als Figur mit dabei. Und der kann nur intelektuell Leistungsfähig sein, wenn es richtig kalt ist. Eigentlich sind die Typen immer ziemlich dämlich. Ihr Zahlensystem besteh im Warmen aus "1", "2" und "viele". Aber einmal wurde einer im Kühlhause eingesperrt und vergessen. Da konnte er dann die Relativitätstheorie beweisen.
So ähnlich geht´s mir, nur andersherum. Ich fühl mich im Warmen wohl, im Kalten geh ich einfach krachen. -.-
Jetzt gibt es auch den einen oder anderen, der sich auf Winter und Schnee freut. Ich bewundere alle Menschen, die sich darüber freuen können, Minusgrade zuhaben. Ich kann´s nicht. ICH WILL IN DEN SÜDEN !!!!!!!
Oh, ich glaub meine Zehen tauen grad wieder auf. Na immerhin. Soweit also zu meiner momentanen Situation und Stimmung.
Heute früh schien ja immerhin noch die Sonne. Und ich dachte "Hey, subba, schöner Tag, fröhlichen Nikolaus an alle. Heut fährst mitm Fahrrad zur Uni". Hab ich auch gemacht, weil war ja noch schön. Hat sich dann aber in den 3 Stunden Vorlesung geändert.
Jetzt aber mal ein kurzer Überblick was bei mir so passiert ist. Ich werd hier aus kognitiven Gründen nicht alles erzählen können und beschränke mich auf das Wichtigste/Lustigste/Schönste.
Manche unserer Vorlesungen sind ja, wie bereits erwähnt nicht der Brüller. Da greift man gerne mal zu alternativen Beschäftigungsarten. Die folgenden Fotos sind mit freundlicher Unterstützung meiner
Kommilitonen entstanden. Bild 1 zeigt das Fach und, was man aus Kaffebechern so alles machen kann. Geplant war eine Fotostory alá Jugendzeitschriften, aber DAFÜR hat dann irgendwie nicht die Zeit gereicht. Also haben wir nur ein paar Schnappschüsse unserer Kaffeebecher gemacht. Bild 2 zeigt, wie wir uns am Ende der Vorlesung gefühlt haben ODER was wir gerne mit dem jeweiligen Dozenten machen würden. Was es nun wirklich ist, könnt ihr hier frei entscheiden. Man beachte die Mimik der Figuren.
Nur zur Info: Das "W
e Love...." ist nicht unbedingt ernst zu nehmen. Könnt ihr aber natürlich gerne machen. Wenn ihr wollt. Sonst nicht.
Da solche Vorlesungen mindestens 2x pro Woche aufm Programm stehen, nutze ich diese Zeit um "Lern- und Arbeitspläne" aufzustellen. Ich möchte ja gerne ordentlicher werden und eine Grundstruktur in meinen Alltag bringen. Also hab ich mal aufgeschrieben und durchgeplant, was ich die Woche über so alles machen muss. Das Resultat hängt jetzt an meiner Pinwand und bis jetzt halte ich mich auch dran. Mehr oder weniger. -.-
Mein Drucker hat keine Tinte mehr für mich. Also hab ich jetzt erstmal einen Druckstop verordnet. Man KANN ja gar nicht alles ausdrucken. Da wird man ja pleite und so viele arme Bäume, die da sinnlos für sterben müssen. Das muss ja nicht sein. Also schreibe ich die Folien, die nicht zu umfangreich sind, ab und der Rest wird auf Kindle und Laptop kopiert. Das muss reichen.
Für alle von euch, die es noch nicht wissen/ gesehen haben: Ich war beim Friseur. Ich hab mir die Haare schneiden lassen, auf eine pflegeleichte schulterlange Länge. Ich hab bis jetzt nur positives Feedback bekommen. Ich würd euch gerne ein paar Fotos zeigen, es gibt nur noch keine. Aber das kommt bald. Hoff ich.
Am Wochenende war in Bautzen, zum "Aktiventreffen" von genialsozial. Für diejenigen von euch, die jetzt nicht grade Kinder in sächsischen Schulen haben oder durch Zufall wissen was das ist: Es gibt in Sachsen pro Schuljahr einen "Sozialen Tag". An dem die Schüler arbeiten gehen und das verdiente Geld dann spenden. "Wir" aktiven treffen Vorentscheidungen bzw. sind mehr in die Materie integriert als der "Durchschnittsschüler". Jedenfalls fand dieses Treffen jetzt am Wochenende in Bautzen statt. Von Erfurt nach Bautzen hab ich auf dem Hinweg (mit ICE) so ungefähr 3 1/2 Stunden gebraucht. Ich kam also verhältnismäßig spät dort an, Abendessen war auch schon durch, aber ich hatte ja in Erfurt noch was gegessen. Aber immerhin hat mir dann noch ein ganz lieber Mensch ein paar Bananen organisiert, sodass ich nicht mit leerem Magen ins Bett musste. An den beiden Tagen Samstag und Sonntag haben wir dann in verschiedenen Gruppen (mit mehr oder wenige guter Besetzung) an Projekten gearbeitet. Es war ein wunderschönes Wochenende und ich habe ganz wunderbare Menschen kennen lernen dürfen. Am Samstagabend gab es dann die Fahrkarten und -pläne für die Rückfahrt. Und da hat´s mich dann echt vom Stuhl geschmissen: Sage und schreibe 7h lautete die Gesamtreisezeit. Von Bautzen nach Erfurt (nur noch mal zur Erinnerung). In der Zeit hat man locker die ganze Republik durchquert. Nach einigem googeln wurden es dann nur noch 6h, eine echte Verbesserung. Ich war dann aufgrund dieser enormen Dauer echt richtig geschockt. Da ist man ja mit laufen schneller. Jedenfalls war ich aufgrunddessen sehr, sehr sarkastisch (ihr kennt mich ja) zu einem der wunderbaren Menschen. Ich möchte an dieser Stellen ein riesiges "Entschuldigung" anbringen. Du kriegst am Samstag einen Glühwein von mir. Versprochen.
Ich bin jetzt auch stolze Besitzerin eine Abonements des "Parlaments". DA bekommt man etwa wöchentlich eine Ausgabe zugeschickt, in der die aktuellen politischen Themen behandelt werden. Es gibt zwei ganz besondere Zusätze zu dieser Zeitung (die wirklich nicht sehr dick ist): zum einen ist das
a) die Zeitschrift APuZ (Aus Politik und Zeitgeschichte). Hier werden Essays und Artikel zu den wichtigsten und dringenden Themen unserer Zeit und Gesellschaft zusammengestellt. Es ist pro Woche ein Themenkomplex. Das kann zum Beispiel "Atomausstieg", "Bürgerbeteiligung" oder "Wehrpflicht" sein. Unterschiedliche Autoren stellen da ihren Standpunkt dar und liefern sehr ausführliche und detailierte Begründungen und Erläuterungen.
Das beste ist aber
b) die Debattendokumentation des deutschen Bundestages. Da kann man sich ganz entspannt am Frühstückstisch die aktuellen Debatten durchlesen. Und Kinder, da geht es heiß her.
Jedenfalls bekomme ich jetzt jede Woche diese Delikatessen der deutschen Politik. Die Zeitung an sich schafft man spielen zu lesen. Nur die APUZe in einer Woche zu schaffen ist glatt nicht möglich.
So, das wars erstmal wieder für heute. Mein Zimmer ist aufgeräumt, der Abwasch stapelt sich in der Spüle und meine Zehen melden auch wieder "Gefühl". Ich hab sogar schon die ersten Weihnachtsgeschenke.
Ich wünsche euch allen einen sehr schönen Nikolaus-Tag. Eine schöne Woche (falls ich mich nich nochmal melde) und bis bald
Alles alles Liebe und eine ganz herzliche Umarmung von mir an Euch.
Eure Franzi
P.S: So würde ich am liebsten Weihnachten feiern.
Natürlich mit Familie. Denn nur darum geht es bei dem Fest der Liebe.
Euch eine schöne Vorweihnachtszeit.
Nach langer und mehr oder weniger aufregender Zeit sitze ich mal wieder vor meinem Laptop und schreibe euch ein paar Zeilen (oder Seiten?).
Heute müsst ihr mir meine Rechtschreibfehler aus folgendem Grund verzeihen: Ich spüre meine Finger nicht mehr. Die sind, glaub ich, gerade gemeinsam mit meinen Zehen erfroren. Es ist verdammt kalt und ungemütlich in Deutschland.
Ich stelle hiermit den Antrag, im warmen Überwintern zu dürfen. Ort ist mir im Moment egal, Hauptsache: Sonne, Wärme (25°C +) und einen Strand und/oder Pool in Reichweite.
Kennt ihr Terry Pratchett? Meine Familie wird´s kennen, durfte sie mich doch schon mit einigen Werken dieses grandiosen Autors versorgen. Jedenfalls hat er immer einen Troll als Figur mit dabei. Und der kann nur intelektuell Leistungsfähig sein, wenn es richtig kalt ist. Eigentlich sind die Typen immer ziemlich dämlich. Ihr Zahlensystem besteh im Warmen aus "1", "2" und "viele". Aber einmal wurde einer im Kühlhause eingesperrt und vergessen. Da konnte er dann die Relativitätstheorie beweisen.
So ähnlich geht´s mir, nur andersherum. Ich fühl mich im Warmen wohl, im Kalten geh ich einfach krachen. -.-
Jetzt gibt es auch den einen oder anderen, der sich auf Winter und Schnee freut. Ich bewundere alle Menschen, die sich darüber freuen können, Minusgrade zuhaben. Ich kann´s nicht. ICH WILL IN DEN SÜDEN !!!!!!!
Oh, ich glaub meine Zehen tauen grad wieder auf. Na immerhin. Soweit also zu meiner momentanen Situation und Stimmung.
Heute früh schien ja immerhin noch die Sonne. Und ich dachte "Hey, subba, schöner Tag, fröhlichen Nikolaus an alle. Heut fährst mitm Fahrrad zur Uni". Hab ich auch gemacht, weil war ja noch schön. Hat sich dann aber in den 3 Stunden Vorlesung geändert.
Jetzt aber mal ein kurzer Überblick was bei mir so passiert ist. Ich werd hier aus kognitiven Gründen nicht alles erzählen können und beschränke mich auf das Wichtigste/Lustigste/Schönste.
Manche unserer Vorlesungen sind ja, wie bereits erwähnt nicht der Brüller. Da greift man gerne mal zu alternativen Beschäftigungsarten. Die folgenden Fotos sind mit freundlicher Unterstützung meiner
Kommilitonen entstanden. Bild 1 zeigt das Fach und, was man aus Kaffebechern so alles machen kann. Geplant war eine Fotostory alá Jugendzeitschriften, aber DAFÜR hat dann irgendwie nicht die Zeit gereicht. Also haben wir nur ein paar Schnappschüsse unserer Kaffeebecher gemacht. Bild 2 zeigt, wie wir uns am Ende der Vorlesung gefühlt haben ODER was wir gerne mit dem jeweiligen Dozenten machen würden. Was es nun wirklich ist, könnt ihr hier frei entscheiden. Man beachte die Mimik der Figuren.Nur zur Info: Das "W
e Love...." ist nicht unbedingt ernst zu nehmen. Könnt ihr aber natürlich gerne machen. Wenn ihr wollt. Sonst nicht.Da solche Vorlesungen mindestens 2x pro Woche aufm Programm stehen, nutze ich diese Zeit um "Lern- und Arbeitspläne" aufzustellen. Ich möchte ja gerne ordentlicher werden und eine Grundstruktur in meinen Alltag bringen. Also hab ich mal aufgeschrieben und durchgeplant, was ich die Woche über so alles machen muss. Das Resultat hängt jetzt an meiner Pinwand und bis jetzt halte ich mich auch dran. Mehr oder weniger. -.-
Mein Drucker hat keine Tinte mehr für mich. Also hab ich jetzt erstmal einen Druckstop verordnet. Man KANN ja gar nicht alles ausdrucken. Da wird man ja pleite und so viele arme Bäume, die da sinnlos für sterben müssen. Das muss ja nicht sein. Also schreibe ich die Folien, die nicht zu umfangreich sind, ab und der Rest wird auf Kindle und Laptop kopiert. Das muss reichen.
Für alle von euch, die es noch nicht wissen/ gesehen haben: Ich war beim Friseur. Ich hab mir die Haare schneiden lassen, auf eine pflegeleichte schulterlange Länge. Ich hab bis jetzt nur positives Feedback bekommen. Ich würd euch gerne ein paar Fotos zeigen, es gibt nur noch keine. Aber das kommt bald. Hoff ich.
Am Wochenende war in Bautzen, zum "Aktiventreffen" von genialsozial. Für diejenigen von euch, die jetzt nicht grade Kinder in sächsischen Schulen haben oder durch Zufall wissen was das ist: Es gibt in Sachsen pro Schuljahr einen "Sozialen Tag". An dem die Schüler arbeiten gehen und das verdiente Geld dann spenden. "Wir" aktiven treffen Vorentscheidungen bzw. sind mehr in die Materie integriert als der "Durchschnittsschüler". Jedenfalls fand dieses Treffen jetzt am Wochenende in Bautzen statt. Von Erfurt nach Bautzen hab ich auf dem Hinweg (mit ICE) so ungefähr 3 1/2 Stunden gebraucht. Ich kam also verhältnismäßig spät dort an, Abendessen war auch schon durch, aber ich hatte ja in Erfurt noch was gegessen. Aber immerhin hat mir dann noch ein ganz lieber Mensch ein paar Bananen organisiert, sodass ich nicht mit leerem Magen ins Bett musste. An den beiden Tagen Samstag und Sonntag haben wir dann in verschiedenen Gruppen (mit mehr oder wenige guter Besetzung) an Projekten gearbeitet. Es war ein wunderschönes Wochenende und ich habe ganz wunderbare Menschen kennen lernen dürfen. Am Samstagabend gab es dann die Fahrkarten und -pläne für die Rückfahrt. Und da hat´s mich dann echt vom Stuhl geschmissen: Sage und schreibe 7h lautete die Gesamtreisezeit. Von Bautzen nach Erfurt (nur noch mal zur Erinnerung). In der Zeit hat man locker die ganze Republik durchquert. Nach einigem googeln wurden es dann nur noch 6h, eine echte Verbesserung. Ich war dann aufgrund dieser enormen Dauer echt richtig geschockt. Da ist man ja mit laufen schneller. Jedenfalls war ich aufgrunddessen sehr, sehr sarkastisch (ihr kennt mich ja) zu einem der wunderbaren Menschen. Ich möchte an dieser Stellen ein riesiges "Entschuldigung" anbringen. Du kriegst am Samstag einen Glühwein von mir. Versprochen.
Ich bin jetzt auch stolze Besitzerin eine Abonements des "Parlaments". DA bekommt man etwa wöchentlich eine Ausgabe zugeschickt, in der die aktuellen politischen Themen behandelt werden. Es gibt zwei ganz besondere Zusätze zu dieser Zeitung (die wirklich nicht sehr dick ist): zum einen ist das
a) die Zeitschrift APuZ (Aus Politik und Zeitgeschichte). Hier werden Essays und Artikel zu den wichtigsten und dringenden Themen unserer Zeit und Gesellschaft zusammengestellt. Es ist pro Woche ein Themenkomplex. Das kann zum Beispiel "Atomausstieg", "Bürgerbeteiligung" oder "Wehrpflicht" sein. Unterschiedliche Autoren stellen da ihren Standpunkt dar und liefern sehr ausführliche und detailierte Begründungen und Erläuterungen.
Das beste ist aber
b) die Debattendokumentation des deutschen Bundestages. Da kann man sich ganz entspannt am Frühstückstisch die aktuellen Debatten durchlesen. Und Kinder, da geht es heiß her.
Jedenfalls bekomme ich jetzt jede Woche diese Delikatessen der deutschen Politik. Die Zeitung an sich schafft man spielen zu lesen. Nur die APUZe in einer Woche zu schaffen ist glatt nicht möglich.
So, das wars erstmal wieder für heute. Mein Zimmer ist aufgeräumt, der Abwasch stapelt sich in der Spüle und meine Zehen melden auch wieder "Gefühl". Ich hab sogar schon die ersten Weihnachtsgeschenke.
Ich wünsche euch allen einen sehr schönen Nikolaus-Tag. Eine schöne Woche (falls ich mich nich nochmal melde) und bis bald
Alles alles Liebe und eine ganz herzliche Umarmung von mir an Euch.
Eure Franzi
P.S: So würde ich am liebsten Weihnachten feiern.
Euch eine schöne Vorweihnachtszeit.
Sonntag, 6. November 2011
Kürwille und Nachttischlampe
Hallo Ihr Lieben.
Es ist Sonntag-Abend. Der geneigte TV-Besitzer wird sich jetzt wahrscheinlich "Tatort" ansehen, ich sitze indessen hier und schreibe einen neuen Post.
Meine Woche war eigentlich ganz toll.
Am Montag war ja frei, und am Dienstag geht es bei mir ja mit Vorlesung erst 16 Uhr los. Dann aber gleich richtig mit "Vertragsrecht", also allem was so im BGB drin steht und was man damit so alles machen kann. Das ist übrigens erstaunlich viel und unser Prof behauptet dass das BGB das meistgekaufteste Buch in Deutschland ist. Ob vor oder nach der Bibel wollte bzw. konnte er uns aber nicht sagen. Jedenfalls ist das Fach wirklich interessant.
Danach geht es dann 18 bis 20 Uhr mit Grundlagen des Managements weiter. Da wird einem beigebracht, was man so alles tun und lassen darf wenn man Top-Manager in einem DAX-Unternehmen ist. Außerdem geht´s auch um Unternehmesführung und -zielstellung.
Die Zeit bis 16 Uhr vertreibe ich mir normalerweise mit aufräumen und lesen. Da haben wir in manchen Fächern sogenannte "Reader", also von den Professoren zusammengestellte Textsammlungen.
Nun zu meinem Mittwoch. Da geht es wirklich "schmerzhaft" früh um 8 Uhr los. "Elementare Felder der Sozialwissenschaften". Hier beschäftigen wir uns u.a. mit den Fragen, was macht menschliches Handelns aus, vor welchen Problem steht ein Soziologe, wenn er etwas untersuchen will. Antwort: er ist seinem Forschungsobjekt gleich. Es kann passieren, dass er genauso denkt oder handelt wie sein das Objekt. Das ist ja bei einem Physiker und einem Atom ja dann doch eher unwahrscheinlich. Hoffentlich.
Jedenfalls ist das total spannend und wir gehen auch ein bisschen auf geschichtliche Bezüge ein.
Im Anschluss daran habe ich zwei Stunden Pause, die ich in den meisten Fällen mit Mittagessen und dann Lesen in der wunderbaren Unibibliothek verbringe. Weil ich finde, dass das Laufen nach Hause viel zu weit ist und für zwei Stunden nicht lohnt.
Zum Thema Weg: Der führt (von der Uni nach hause und zurück) durch eine Art Park. Dieser ist aber nachts komplett unbeleuchtet. Und wer mich kennt, weiß dass ich im Grunde meines Herzens Angst vor dunklen Flecken habe, vor allem wenn es da auch noch Bäume gibt. Selbst im Garten von Oma traue ich mich nachts nur ganz ungern. Ich hab einfach eine zu lebhafte Phantasie und sehe überal Schemen. Naja, lange Rede kurzer Sinn. Ich war ziemlich verzweifelt, wie ich da immer abends nach hause kommen soll. Ich hab hja doch relativ spät Schluss und da ist es immer schon stockeduster. Variante A lautete mit Taschenlampe losziehen und sich Pfefferspray anschaffen. Leider ist die Batterie dann alle geworden und das Spray habe ich auch nicht gefunden. Also musste Variante B her. Die lautet im Moment wie folgt: Am Mittwoch war ich bei einem Fahrradladen und habe mir
1) meine Reifen aufpumpen und ein Ventil wechseln lassen und
2) meinen Dynamo reparieren bzw. komplett umbauen lassen. Ich hatte also immerhin schon mal ein wieder funktionierendes Rücklicht. Aber das Vorderlicht war immer noch ziemlich duster bis gar nicht vorhanden. Aber auch das war nicht so schlimm, denn ich hatte einen zu 100% beleuchteten Umweg gefunden, den ich jetzt auf dem Heimweg immer nutze.
Merkt euch das mit dem Licht. Kommt noch mal.
Alos wie gesagt 2 Stunden Pause und dann zum Übersetzungskurs Deutsch-Spanisch. Da haben wir mit einem Kinderbuch angefangen und sind jetzt bei Zeitungsartikeln. Es macht echt mega-Spaß und ist super interessant. Im Anschluss habe ich 3 Stunden Zeit bevor es mit Qigong weitergeht. Merkt euch das nicht unbedingt, denn ab nächsten Mittwoch gehe ich höchstwahrscheinlich zum Tanzen. Ich habe doch tatsächlich jemanden gefunden, der in einer Tanzschule ist und die brauch sogar noch jemanden. =)
Donnerstag fängt ganz klasse mit "Übung zur Mikroökonomie" an. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, es ist im Prinzip BWL. Unser Prof ist total knuffig und entschuldigt sich immer bei uns wenn wir ihn nicht verstehen. Sowas wäre im Abi mal nicht schlecht gewesen =). In diesem Fach geht es im Großen und Ganzen um Konsumenten, also die mathematischen Regeln und Gesetze, warum sich ein Konsument wie entscheidet und wie ich das vorher u. Umständen berechnen kann.
Im Anschluss folgt dann "Staats- und Verfassungsrecht". Auch echt interessant. Und hier mache ich immer drei Kreuze und ein gedankliches "Vielen Dank" an meinen Gemeinschaftskundeunterricht. Manche sitzen wirklich da und müssen sich alle Wahlrechtsgrundsätze und die Demokratieprinzipien aufschreiben, weil sie das noch nicht hatten. Also man merkt echt teilweise extrem die Unterschiede zwischen den Bundesländern. Ich kann als Fazit nur ziehen, dass Sachsen (hier: ICH) noch keine nennenswerten Schwierigkeiten hatte. Irgendwie habe ich von allem im Ansatz schon mal was gehört.
Danach folgt dann folgendes: "Studium Fundamentale". Ich weiß, jeder fragt sich: Was zur Hölle ist das denn bitte?
Es ist auf jeden Fall mal ziemlich uninteressant. Mit Abstand die ödeste Vorlesung überhaupt. Ich ziehe dem sogar Mathe vor und das muss schon was heißen. Jedenfalls wird der Höhrsaal irgendwie immer leerer von Veranstaltung zu Veranstaltung. Alternative Hobbies (Stricken, Chatten, Pokemon- oder Majong.spielen, usw. ) bilden sich bei denen heraus, die anwesend. Ich glaube das Fach soll mir die Grundlagen von wissenschaftlichem Arbeiten vermitteln. So ganz sicher bin ich mir da aber nicht.
Nach dieser "Wahnsinns-Vorlesung" geht es dann zum Abendessen-Jagen bevor es dann 18 Uhr mit dem Tutorium zur eben genannten Vorlesung weitergeht. Das ist dann wieder interessant und da besitze ich sogar Mitschriften.
Am Freitag geht es dann wieder recht früh (8 Uhr) mit der Vorlesung für die Mikroökonomie weiter. Da habe ich euch ja schon erklärt, was wir da machen.
Dann wieder Zeit zum Mittagessen suchen bzw. in der Bibo lesen bevor dann 14 Uhr die Krönung der Woche kommt. Und das meine ich nicht im geringsten Ironisch. Immer wenn ich in der Vorlesung sitze, weiß ich dass ich hier richtig bin. Genau DAS will ich machen und wissen. Ihr fragt euch jetzt:Okay, was ist das jetz also. Und genau da liegt das Problem. Ich kann es euch nicht mal erklären, ohne in eine Vorlesung über die Soziologie selber auszu schweifen. Begriffe wie funktionelle Integration, Kürwille, nicht-intendierte Handlungsfolgen oder Basismechanismen zivilisatorischen Fortschritts sind nur ein Auszug aus meinen Mitschriften. Und nach dieser Besten aller Vorlesungen in meiner Woche ist dann Wochenende.
Dieses hat mit einer neuen Fahrradlampe angefangen. Ich habe jetz auch vorne ganz helles Licht. Und bin damit bestimmt der glücklichste Fahrradfahrer in Erfurt. Am Freitag war in Erfurt die "Lange Nacht der Wissenschaften" und ich habe mir 3 Veranstaltungen in unserer Uni-Bibliothek angehört. Eine zum Thema Euro-Krise. Nach der halben Stunde wollte ich eigentlich in die nächste Gärtnerei fahren, Gemüse zum selber anbauen und Selbstverpflegung kaufen, denn Wehe dem was da komme. Aber da bei mir nur Kakteen und Wasserpflanzen und SEHR robuste Palmen überleben, hätten die Tomaten wahrscheinlich sowieso keine Chance.
Den 2. Vortrag hat einer meiner Lieblingsprofessoren gehalten. Ich schätze er könnte eine Vorlesung über den letzten Schrott halten, irgendwie würde er selbst das interessant gestalten. Und zu gute Letzt kam dann "Psychologie von Vornamen", also welche Vornamen wir eher als jung und attraktiv bewerten. Apropos Namen: Ich war mit einer Gruppe von Freunden von Freunden da und wir haben uns echt gut verstanden. Irgendwann kamen wir dann an den Punkt mit den Vornamen, haben uns einander vorgestellt und dann gefragt, was so jeder studiert. Und hier kommt der Hammer: ALLE aus dieser Gruppe studieren Staatswissenschaften sowohl im Haupt- als auch im Nebenfach (so wie ich) und sind Erstsemester (so wie ich). Nur leider habe ich diese Menschen noch NIE in meinem Leben gesehen. (sie mich aber z.T. auch nicht).
Am Samstag habe ich Wäsche gewaschen, aufgeräumt und war ein bisschen einkaufen. Am Abend hat dann eine Freundin gefragt, ob ich Lust auf Schlittschulaufen hätte. Naja, eigentlich gar nicht, aber zu Hause hocken am Samstagabend ist auch doof. Also habe ich zugesagt. Am Ende waren wir noch auf dem Nachflohmarkt auf der Messe Erfurt, ich habe jetz auch eine Nachtischlampe für 0,50 € und tolle Ohrringe. Dann sind wir in die Wohnung von ihr und haben eines der neu erworbenen Spiele gespielt. Das heißt "Therapie" und ist echt mega witzig. Erst recht mit Wein und Keksen und so tollen Menschen. Und irgendwie, zauber zauber, war ich gegen halb 3 uhr Nachts zuhause.
Heute morgen konnte ich dann aber ausschlafen, denn zum Sonntagsshoppen haben wir uns erst um 13 uhr getroffen. Da haben sich die Erfurter aber voll Mühe gegeben. Mit Süßigkeiten-Ständen, einem Caritas-Stand der gebrauchte Klamotten entgegengenommen hat (finde ich eigentlich eine ganz tolle idee: Man geht mit einem vollen Beutel hin, gibt die Sachen ab, und kann den Beutel dann beim Einkaufen mit einem sehr guten Gewissen ganz schnell wieder füllen). Es gab sogar Bühnen mit Musik und Unterhaltungsprogamm. DA war ich echt überrascht.
So Ihr Lieben. Ihr habt jetz erfolgreich zu Ende gelesen. Das war mein Beitrag für diese Woche. Ich habe mir mal so ungefähr vorgenommen, das einmal pro Woche zu schreiben. Hier passiert zwar viel, aber bei weitem nicht so viel wie in Südamerika.
Ich wünsche euch einen schönen Start in die neue Woche. Lasst es euch gut gehen und liebe Grüße
Eure Franzi aus Erfurt
Es ist Sonntag-Abend. Der geneigte TV-Besitzer wird sich jetzt wahrscheinlich "Tatort" ansehen, ich sitze indessen hier und schreibe einen neuen Post.
Meine Woche war eigentlich ganz toll.
Am Montag war ja frei, und am Dienstag geht es bei mir ja mit Vorlesung erst 16 Uhr los. Dann aber gleich richtig mit "Vertragsrecht", also allem was so im BGB drin steht und was man damit so alles machen kann. Das ist übrigens erstaunlich viel und unser Prof behauptet dass das BGB das meistgekaufteste Buch in Deutschland ist. Ob vor oder nach der Bibel wollte bzw. konnte er uns aber nicht sagen. Jedenfalls ist das Fach wirklich interessant.
Danach geht es dann 18 bis 20 Uhr mit Grundlagen des Managements weiter. Da wird einem beigebracht, was man so alles tun und lassen darf wenn man Top-Manager in einem DAX-Unternehmen ist. Außerdem geht´s auch um Unternehmesführung und -zielstellung.
Die Zeit bis 16 Uhr vertreibe ich mir normalerweise mit aufräumen und lesen. Da haben wir in manchen Fächern sogenannte "Reader", also von den Professoren zusammengestellte Textsammlungen.
Nun zu meinem Mittwoch. Da geht es wirklich "schmerzhaft" früh um 8 Uhr los. "Elementare Felder der Sozialwissenschaften". Hier beschäftigen wir uns u.a. mit den Fragen, was macht menschliches Handelns aus, vor welchen Problem steht ein Soziologe, wenn er etwas untersuchen will. Antwort: er ist seinem Forschungsobjekt gleich. Es kann passieren, dass er genauso denkt oder handelt wie sein das Objekt. Das ist ja bei einem Physiker und einem Atom ja dann doch eher unwahrscheinlich. Hoffentlich.
Jedenfalls ist das total spannend und wir gehen auch ein bisschen auf geschichtliche Bezüge ein.
Im Anschluss daran habe ich zwei Stunden Pause, die ich in den meisten Fällen mit Mittagessen und dann Lesen in der wunderbaren Unibibliothek verbringe. Weil ich finde, dass das Laufen nach Hause viel zu weit ist und für zwei Stunden nicht lohnt.
Zum Thema Weg: Der führt (von der Uni nach hause und zurück) durch eine Art Park. Dieser ist aber nachts komplett unbeleuchtet. Und wer mich kennt, weiß dass ich im Grunde meines Herzens Angst vor dunklen Flecken habe, vor allem wenn es da auch noch Bäume gibt. Selbst im Garten von Oma traue ich mich nachts nur ganz ungern. Ich hab einfach eine zu lebhafte Phantasie und sehe überal Schemen. Naja, lange Rede kurzer Sinn. Ich war ziemlich verzweifelt, wie ich da immer abends nach hause kommen soll. Ich hab hja doch relativ spät Schluss und da ist es immer schon stockeduster. Variante A lautete mit Taschenlampe losziehen und sich Pfefferspray anschaffen. Leider ist die Batterie dann alle geworden und das Spray habe ich auch nicht gefunden. Also musste Variante B her. Die lautet im Moment wie folgt: Am Mittwoch war ich bei einem Fahrradladen und habe mir
1) meine Reifen aufpumpen und ein Ventil wechseln lassen und
2) meinen Dynamo reparieren bzw. komplett umbauen lassen. Ich hatte also immerhin schon mal ein wieder funktionierendes Rücklicht. Aber das Vorderlicht war immer noch ziemlich duster bis gar nicht vorhanden. Aber auch das war nicht so schlimm, denn ich hatte einen zu 100% beleuchteten Umweg gefunden, den ich jetzt auf dem Heimweg immer nutze.
Merkt euch das mit dem Licht. Kommt noch mal.
Alos wie gesagt 2 Stunden Pause und dann zum Übersetzungskurs Deutsch-Spanisch. Da haben wir mit einem Kinderbuch angefangen und sind jetzt bei Zeitungsartikeln. Es macht echt mega-Spaß und ist super interessant. Im Anschluss habe ich 3 Stunden Zeit bevor es mit Qigong weitergeht. Merkt euch das nicht unbedingt, denn ab nächsten Mittwoch gehe ich höchstwahrscheinlich zum Tanzen. Ich habe doch tatsächlich jemanden gefunden, der in einer Tanzschule ist und die brauch sogar noch jemanden. =)
Donnerstag fängt ganz klasse mit "Übung zur Mikroökonomie" an. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, es ist im Prinzip BWL. Unser Prof ist total knuffig und entschuldigt sich immer bei uns wenn wir ihn nicht verstehen. Sowas wäre im Abi mal nicht schlecht gewesen =). In diesem Fach geht es im Großen und Ganzen um Konsumenten, also die mathematischen Regeln und Gesetze, warum sich ein Konsument wie entscheidet und wie ich das vorher u. Umständen berechnen kann.
Im Anschluss folgt dann "Staats- und Verfassungsrecht". Auch echt interessant. Und hier mache ich immer drei Kreuze und ein gedankliches "Vielen Dank" an meinen Gemeinschaftskundeunterricht. Manche sitzen wirklich da und müssen sich alle Wahlrechtsgrundsätze und die Demokratieprinzipien aufschreiben, weil sie das noch nicht hatten. Also man merkt echt teilweise extrem die Unterschiede zwischen den Bundesländern. Ich kann als Fazit nur ziehen, dass Sachsen (hier: ICH) noch keine nennenswerten Schwierigkeiten hatte. Irgendwie habe ich von allem im Ansatz schon mal was gehört.
Danach folgt dann folgendes: "Studium Fundamentale". Ich weiß, jeder fragt sich: Was zur Hölle ist das denn bitte?
Es ist auf jeden Fall mal ziemlich uninteressant. Mit Abstand die ödeste Vorlesung überhaupt. Ich ziehe dem sogar Mathe vor und das muss schon was heißen. Jedenfalls wird der Höhrsaal irgendwie immer leerer von Veranstaltung zu Veranstaltung. Alternative Hobbies (Stricken, Chatten, Pokemon- oder Majong.spielen, usw. ) bilden sich bei denen heraus, die anwesend. Ich glaube das Fach soll mir die Grundlagen von wissenschaftlichem Arbeiten vermitteln. So ganz sicher bin ich mir da aber nicht.
Nach dieser "Wahnsinns-Vorlesung" geht es dann zum Abendessen-Jagen bevor es dann 18 Uhr mit dem Tutorium zur eben genannten Vorlesung weitergeht. Das ist dann wieder interessant und da besitze ich sogar Mitschriften.
Am Freitag geht es dann wieder recht früh (8 Uhr) mit der Vorlesung für die Mikroökonomie weiter. Da habe ich euch ja schon erklärt, was wir da machen.
Dann wieder Zeit zum Mittagessen suchen bzw. in der Bibo lesen bevor dann 14 Uhr die Krönung der Woche kommt. Und das meine ich nicht im geringsten Ironisch. Immer wenn ich in der Vorlesung sitze, weiß ich dass ich hier richtig bin. Genau DAS will ich machen und wissen. Ihr fragt euch jetzt:Okay, was ist das jetz also. Und genau da liegt das Problem. Ich kann es euch nicht mal erklären, ohne in eine Vorlesung über die Soziologie selber auszu schweifen. Begriffe wie funktionelle Integration, Kürwille, nicht-intendierte Handlungsfolgen oder Basismechanismen zivilisatorischen Fortschritts sind nur ein Auszug aus meinen Mitschriften. Und nach dieser Besten aller Vorlesungen in meiner Woche ist dann Wochenende.
Dieses hat mit einer neuen Fahrradlampe angefangen. Ich habe jetz auch vorne ganz helles Licht. Und bin damit bestimmt der glücklichste Fahrradfahrer in Erfurt. Am Freitag war in Erfurt die "Lange Nacht der Wissenschaften" und ich habe mir 3 Veranstaltungen in unserer Uni-Bibliothek angehört. Eine zum Thema Euro-Krise. Nach der halben Stunde wollte ich eigentlich in die nächste Gärtnerei fahren, Gemüse zum selber anbauen und Selbstverpflegung kaufen, denn Wehe dem was da komme. Aber da bei mir nur Kakteen und Wasserpflanzen und SEHR robuste Palmen überleben, hätten die Tomaten wahrscheinlich sowieso keine Chance.
Den 2. Vortrag hat einer meiner Lieblingsprofessoren gehalten. Ich schätze er könnte eine Vorlesung über den letzten Schrott halten, irgendwie würde er selbst das interessant gestalten. Und zu gute Letzt kam dann "Psychologie von Vornamen", also welche Vornamen wir eher als jung und attraktiv bewerten. Apropos Namen: Ich war mit einer Gruppe von Freunden von Freunden da und wir haben uns echt gut verstanden. Irgendwann kamen wir dann an den Punkt mit den Vornamen, haben uns einander vorgestellt und dann gefragt, was so jeder studiert. Und hier kommt der Hammer: ALLE aus dieser Gruppe studieren Staatswissenschaften sowohl im Haupt- als auch im Nebenfach (so wie ich) und sind Erstsemester (so wie ich). Nur leider habe ich diese Menschen noch NIE in meinem Leben gesehen. (sie mich aber z.T. auch nicht).
Am Samstag habe ich Wäsche gewaschen, aufgeräumt und war ein bisschen einkaufen. Am Abend hat dann eine Freundin gefragt, ob ich Lust auf Schlittschulaufen hätte. Naja, eigentlich gar nicht, aber zu Hause hocken am Samstagabend ist auch doof. Also habe ich zugesagt. Am Ende waren wir noch auf dem Nachflohmarkt auf der Messe Erfurt, ich habe jetz auch eine Nachtischlampe für 0,50 € und tolle Ohrringe. Dann sind wir in die Wohnung von ihr und haben eines der neu erworbenen Spiele gespielt. Das heißt "Therapie" und ist echt mega witzig. Erst recht mit Wein und Keksen und so tollen Menschen. Und irgendwie, zauber zauber, war ich gegen halb 3 uhr Nachts zuhause.
Heute morgen konnte ich dann aber ausschlafen, denn zum Sonntagsshoppen haben wir uns erst um 13 uhr getroffen. Da haben sich die Erfurter aber voll Mühe gegeben. Mit Süßigkeiten-Ständen, einem Caritas-Stand der gebrauchte Klamotten entgegengenommen hat (finde ich eigentlich eine ganz tolle idee: Man geht mit einem vollen Beutel hin, gibt die Sachen ab, und kann den Beutel dann beim Einkaufen mit einem sehr guten Gewissen ganz schnell wieder füllen). Es gab sogar Bühnen mit Musik und Unterhaltungsprogamm. DA war ich echt überrascht.
So Ihr Lieben. Ihr habt jetz erfolgreich zu Ende gelesen. Das war mein Beitrag für diese Woche. Ich habe mir mal so ungefähr vorgenommen, das einmal pro Woche zu schreiben. Hier passiert zwar viel, aber bei weitem nicht so viel wie in Südamerika.
Ich wünsche euch einen schönen Start in die neue Woche. Lasst es euch gut gehen und liebe Grüße
Eure Franzi aus Erfurt
Freitag, 21. Oktober 2011
Das neue - das fremde - das kleine Erfurt
Hallo Ihr Lieben.
Nach drei Monaten des Arbeitens und Sich-an-den-Unis-bewerben, habe ich nun eine Uni gefunden und jetzt auch die Zeit hier was zu posten.
Nach meiner Rückkehr aus Argentinien im Mai, war erstmal ein paar Tage ausruhen - sprich NICHTS TUN - angesagt. Aber so mit der Zeit fing mir dann schon an, die Decke auf den Kopf zu fallen. Den ganzen Tag nur ausschlafen und lesen und nichts machen und ein paar Bewerbungen schreiben hat mich nicht wirklich erfüllt.
Also habe ich mich auf die Suche nach einem Job gemacht. Es gibt ja so unglaublich viele Menschen, vor allem so wie ich, die sagen "oh, es ist ja so unglaublich schwer was zu finden, ich arbeite nicht. Für mich war nichts dabei. Oder es gabt nichts."
Also ich mich auf die Suche gemacht. Ich war sogar mal in der Arbeitsagentur.
Am Ende stand ich mit drei (!) Jobs da:
Kellnern, "Aushilfs-Sekretärin" und Bauchtanzlehrerin. Und war damit mehr als ausreichend beschäftigt. Naja und der sprichwörtliche Rubel rollte ebenfalls. Ich zitiere an dieser Stelle einen meiner Verwandten mit den Worten" DA musst du lookie - lookie machen". Für die Außenstehenden unter euch bedeutet das soviel wie: Halte deine Augen offen, und du wirst etwas finden.
Dank guter Überzeugungskraft und viel Arbeit habe ich es sogar in die Sommerrevue von petitSouci geschafft. Mit Tanz und Schauspiel. War wieder sehr sehr schön und ich vermisse meine Mädels hier in Erfurt doch ganz schön.
Ich hatte mich ja (für alle die das noch nicht wissen) an 6 verschiedenen Universitäten beworben.
Chemnitz - Politikwissenschaften
Erfurt - Staatswissenschaften
Passau - Kulturmanagement
Jena - Politikwissenschaften
Dresden - Internationale Beziehungen
Dresden - Politikwissenschaften.
Nach dem ich 5 von 6 Zusagen hatte und leider die Absage von Dresden kam, habe ich mich für Erfurt entschieden. Für alle, die sich fragen, was zum teufel denn Staatswissenschaften sind, hier meine inoffizielle Erklärung:
Staatswissenschaften sind die 3 Richtungen die sich mit dem Aufbau, der Struktur und der Funktion des Staates befassen. Also BWL / VWL , Rechtswissenschaften und Sozialwissenschaften (Politologie und Soziologie). Mit diesen drei Richtungen werde ich mich ab sofort beschäftigen.
Die 2. Vorlesungswoche ist mittlerweile beendet und ich kann schon ein erstes Resumee ziehen:
1. Vielen herzlichen riesen lieben Dank an meinen GK-Lehrer aus dem RSG. Ohne Ihre teils Grundlagen wäre ich hier aufgeschmissen. Und dank Ihnen bin ich wahrscheinlich mit eine der wenigen, die Soziologie schon nach der ersten Vorlesung folgen können. Sie haben mich optimal vorbereitet und ich bin Ihnen immer für Ihre Kritik dankbar.
2. Die Vielfalt der Fächer macht einfach einen riesigen Spaß. Auch wenn ich mich mit "Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler" herumschlagen muss, hab ich doch kein (naja doch eins schon -.- ) Fach dabei, auf das ich so gar keine Lust habe. Ich habe sogar außerplanmäßig bereits einen Spanisch-Übersetzungs-Kurs angefangen. Der ist eigentlich erst im 3. Semester dran.
3. Die Uni-Bibliothek ist wunderschön und die Atmosphäre da drin ist auch total toll.
4. Das Mensa-Essen ist okay aber nicht umwerfend, aber immerhin muss ich weder kochen noch abwaschen noch nach Hause laufen um was zu Essen zu bekommen.
Die Tanzkurse an der Uni waren voll oder haben mir nicht zugesagt, also habe ich mich für Qigong entschieden. Alle anderen in der Gruppe machen mit weil sie gestresst sind. Ich mache mit um mal was neues zu lernen. =)
Im Moment backe ich gerade mal wieder Brot. Eine (Achtung: ich darf ein neues Wort verwenden) Komilitonin kommt morgen zum Frühstück vorbei. Wo wir gerade dabei sind: Das Studentenleben hier ist vielfältig aber ziemlich Rock-lastig (von der Musik her). Kann man ab un zu mal machen, aber wenn eine südamerika-verwöhnte Priezel so wie ich dann da hingehe, trifft sie (also hier: Ich) die Entscheidung, dass nicht allzu oft zu machen.
Das Brot ist fertig, die Küche wieder saube und die Wäsche gerade in der Waschmaschine. Ich kann also sagen, dass ich ein vollendetes Tageswerk hinterlasse und mich nun guten Gewissens meinen Stricknadel und dem Fernsehprogramm widmen kann.
Ich wünsche Euch allen einen schönen Start in das Wochenende. Liebe Grüße aus Erfurt, auch einem ganz hübschen Teil dieser Welt und bis bald.
Ob bald ein Synonym für morgen ist, kann ich nicht versprechen, muss aber darüber meine Zweifel zum Ausdruck bringen.
Alles liebe und bis bald
Eure Franzi
Nach drei Monaten des Arbeitens und Sich-an-den-Unis-bewerben, habe ich nun eine Uni gefunden und jetzt auch die Zeit hier was zu posten.
Nach meiner Rückkehr aus Argentinien im Mai, war erstmal ein paar Tage ausruhen - sprich NICHTS TUN - angesagt. Aber so mit der Zeit fing mir dann schon an, die Decke auf den Kopf zu fallen. Den ganzen Tag nur ausschlafen und lesen und nichts machen und ein paar Bewerbungen schreiben hat mich nicht wirklich erfüllt.
Also habe ich mich auf die Suche nach einem Job gemacht. Es gibt ja so unglaublich viele Menschen, vor allem so wie ich, die sagen "oh, es ist ja so unglaublich schwer was zu finden, ich arbeite nicht. Für mich war nichts dabei. Oder es gabt nichts."
Also ich mich auf die Suche gemacht. Ich war sogar mal in der Arbeitsagentur.
Am Ende stand ich mit drei (!) Jobs da:
Kellnern, "Aushilfs-Sekretärin" und Bauchtanzlehrerin. Und war damit mehr als ausreichend beschäftigt. Naja und der sprichwörtliche Rubel rollte ebenfalls. Ich zitiere an dieser Stelle einen meiner Verwandten mit den Worten" DA musst du lookie - lookie machen". Für die Außenstehenden unter euch bedeutet das soviel wie: Halte deine Augen offen, und du wirst etwas finden.
Dank guter Überzeugungskraft und viel Arbeit habe ich es sogar in die Sommerrevue von petitSouci geschafft. Mit Tanz und Schauspiel. War wieder sehr sehr schön und ich vermisse meine Mädels hier in Erfurt doch ganz schön.
Ich hatte mich ja (für alle die das noch nicht wissen) an 6 verschiedenen Universitäten beworben.
Chemnitz - Politikwissenschaften
Erfurt - Staatswissenschaften
Passau - Kulturmanagement
Jena - Politikwissenschaften
Dresden - Internationale Beziehungen
Dresden - Politikwissenschaften.
Nach dem ich 5 von 6 Zusagen hatte und leider die Absage von Dresden kam, habe ich mich für Erfurt entschieden. Für alle, die sich fragen, was zum teufel denn Staatswissenschaften sind, hier meine inoffizielle Erklärung:
Staatswissenschaften sind die 3 Richtungen die sich mit dem Aufbau, der Struktur und der Funktion des Staates befassen. Also BWL / VWL , Rechtswissenschaften und Sozialwissenschaften (Politologie und Soziologie). Mit diesen drei Richtungen werde ich mich ab sofort beschäftigen.
Die 2. Vorlesungswoche ist mittlerweile beendet und ich kann schon ein erstes Resumee ziehen:
1. Vielen herzlichen riesen lieben Dank an meinen GK-Lehrer aus dem RSG. Ohne Ihre teils Grundlagen wäre ich hier aufgeschmissen. Und dank Ihnen bin ich wahrscheinlich mit eine der wenigen, die Soziologie schon nach der ersten Vorlesung folgen können. Sie haben mich optimal vorbereitet und ich bin Ihnen immer für Ihre Kritik dankbar.
2. Die Vielfalt der Fächer macht einfach einen riesigen Spaß. Auch wenn ich mich mit "Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler" herumschlagen muss, hab ich doch kein (naja doch eins schon -.- ) Fach dabei, auf das ich so gar keine Lust habe. Ich habe sogar außerplanmäßig bereits einen Spanisch-Übersetzungs-Kurs angefangen. Der ist eigentlich erst im 3. Semester dran.
3. Die Uni-Bibliothek ist wunderschön und die Atmosphäre da drin ist auch total toll.
4. Das Mensa-Essen ist okay aber nicht umwerfend, aber immerhin muss ich weder kochen noch abwaschen noch nach Hause laufen um was zu Essen zu bekommen.
Die Tanzkurse an der Uni waren voll oder haben mir nicht zugesagt, also habe ich mich für Qigong entschieden. Alle anderen in der Gruppe machen mit weil sie gestresst sind. Ich mache mit um mal was neues zu lernen. =)
Im Moment backe ich gerade mal wieder Brot. Eine (Achtung: ich darf ein neues Wort verwenden) Komilitonin kommt morgen zum Frühstück vorbei. Wo wir gerade dabei sind: Das Studentenleben hier ist vielfältig aber ziemlich Rock-lastig (von der Musik her). Kann man ab un zu mal machen, aber wenn eine südamerika-verwöhnte Priezel so wie ich dann da hingehe, trifft sie (also hier: Ich) die Entscheidung, dass nicht allzu oft zu machen.
Das Brot ist fertig, die Küche wieder saube und die Wäsche gerade in der Waschmaschine. Ich kann also sagen, dass ich ein vollendetes Tageswerk hinterlasse und mich nun guten Gewissens meinen Stricknadel und dem Fernsehprogramm widmen kann.
Ich wünsche Euch allen einen schönen Start in das Wochenende. Liebe Grüße aus Erfurt, auch einem ganz hübschen Teil dieser Welt und bis bald.
Ob bald ein Synonym für morgen ist, kann ich nicht versprechen, muss aber darüber meine Zweifel zum Ausdruck bringen.
Alles liebe und bis bald
Eure Franzi
Sonntag, 22. Mai 2011
Lange Zeit
Hallo ihr lieben Leser.
Ich habe euch eine verdammt lange Zeit vernachlässigt. Der Hauptgrund bestand in meiner Spanischprüfung: DELE, das spanische Äquivalent für den "berühmten" Cambridge-Test. Man könnte eigentlich meinen, dass jemand wie ich, der sich 10 Monate in einem rein spanischsprachigen Land rumtreibt, und fast ausschliesslich nur mit Muttersprachlern zu tun hat, die Sprache mehr oder weniger gut beherrscht.
Ich glaube, dass das normalerweise funktionieren kann, aber bei mir war es halt nich so. Ich habe mich im März in die Sprachschule meines Vertrauens begeben, einen Einstufungstest gemacht (Es gibt drei Niveaus: Beginner, Fortgeschritten und Fast-Muttersprachler - nicht die ofizielle übersetzung, aber so ungefähr kann man das erklären.) Und da hats mich in die Gruppe für das Fortgeschrittenenlevel verschlagen. Na jedenfalls kann ich ausdrücken wie ich heisse.
Im laufe dieses Kurses habe ich mit Entsetzen und einem steigendem Mass an Panik erkennen müssen, was ich eigentlich alles nicht weiss. Sehr deprimierend.
Und nicht das ihr jetzt denkt, dass ich übertreibe. Ich bin hier 10 Monate durch die Gegend gelaufen in dem Glauben es heisst DER wasser, dabei ist es DAS Wasser. Deswegen haben die mich auch immer so seltsam angeschaut, wenn ich mir was zu trinken gekauft habe.
Jedenfalls begann ab sofort der riesen Gaudi: Das Examen besteht aus 5 Teilen, und ich kam vielleicht durch eins davon, ohne durchzufallen. Die Lösung lautete:
Dienstag und Freitag, 2 Stunden Einzelunterricht mit Téte, einer unglaublich tollen Lehrerin und Mittwoch von 15 bis 18 Uhr Gruppenkurs DELE-Vorbereitung. Der Hefter der aus all den übungen und Hausaufgaben und Probeprüfungen entstanden ist, war so fett, dass der nette Mann aus dem Kopierladen, wo ich eigentlich alles am Ende (sprich am Donnerstag) binden lassen wollte, fast verzweifelt ist. Er hatte dann vorgeschlagen die beiden Kurse getrennt zu binden. Der macht auch drei Kreuze, wenn ich hier wegbin. -.-
Aufgrund dieser Prüfung habe ich dann auch meinen Flug nach Deutschland verschieben müssen. Der war ja ürsprünglich für den 21.05 geplant, aber die Prüfung eben auch, zumindest der schriftliche Teil. Also bestand die erste Herausforderung darin, meinen Flug umzubuchen. Eine sehr unterhaltsame Sache: Ich habe erst bei Aerolineas Argentinas (die Fluggesellschaft für Argentinien) angerufen und gefragt, was ich machen muss, um den Flug umzubuchen. Antwort: Kommen Sie bitte auf den Flughafen, wo sich (angeblich) das einzige Büro der Gesellschaft befindet.
Durch reinen Zufall, und weil ich mich doch mal in einen Bus des öffentlichen Transportsystemes gesetzt habe, bin ich an einem Büro mitten im Stadtzentrum vorbeigekommen. Ich raus aus dem Bus und ab in das Büro.
Dort konnte man mir dann doch tatsächlich helfen. Naja, nicht wirklich helfen. Die haben mir gesagt, dass ich bei Lufthansa anrufen soll. Habe ich dann zu Hause auch gemacht. Die meinten ich muss mit Aerolineas Argentinas reden, um das effektiv und wirksam umzubuchen. Prima.
Nach ein paar Tagen habe ich dann im Internet auf so ner Plattform, wo man den Status seiner Flüge checken kann, mal nach geschaut. Da hatte sich (obwohl sich keiner verantwortlich gefühlt hat) offensichtlich doch jemand gefunden, der meinen Flug umgebucht hatte: Donnerstag, 26.05 10:30 von Córdoba nach Buenos Aires, und von dort aus dann nach Frankfurt. Hoffentlich. =)
Daraus ergab sich dann das nächste Problem. Ach was sag ich denn da, das klingt wie Schwarz-Malerei. =) Die nächste Herausforderung: Ich hatte ja auch die Wohnung nur bis 21.05 reserviert. Mhm...... schauen wir mal was damit geworden ist.........
Jedenfalls habe ich mich in das absolut spannendste Feld begeben, dass eine Sprache so hergibt und ausserdem immer mehr und mehr in der Partei mitgearbeitet. Die Häufigkeit der Abende, an denen ich so gegen 23 oder 24 Uhr nach Hause kam, wuchs und wuchs. Und dadurch direkt proportional mein Kaffe- und Matekonsum.
Mit Vera läuft alles ganz hervorragend: Ich kann jetzt Brot backen, Hefeklösse/ Brötchen backen, Eierkuchensuppe, Ratatouille und Kartoffelsalat. Und ich habe die wichtigste Weisheit meines Lebens gelernt:
"MAN MUSS IMMER NOCH IN DER LAGE SEIN, EINEM KIND DIE NASE ABZUWISCHEN!" (das habe ich gelernt beim Brotkneten, das geht nämlich auch prima mit einer Hand...........) Da ich ja nicht wirklich kochen kann, und beim backen, basteln oder anderen kreativen Beschäftigungen auch eher versage, war ich ein wenig besorgt, dass ich nichts zurück geben kann. Jetzt so wissenstechnisch.......Aber siehe da, auch ich bin zu was zu gebrauchen und konnte einiges Wissen in Bezug aufs Tanzen zurückgeben. Salsa, Tango oder Bachata - wann immer Vera eine Frage hatte, konnte ich helfen.
Die Situation in der Wohnung wurde immer komplizierter: Zuerst wollte meine Vermieterin, dass ich Wäsche auswärts wasche. Eigentlich (laut Vertag) hätte ich das in der Wohnung machen können, aber gut. Man muss nicht auf jedem Detail herumreiten. Ausserdem würde ich die Maschine in der Wäscherei sogar bevorzugen. So in Fragen Sauberkeit und Funktionsfähigkeit......
Danach kam der Vorschlag Gas extra zu bezahlen. Das habe ich mal ganz entspannt abgelehnt. Nicht vertragsinhalt.
Dazu kam dann am Donnerstag (19.05 - zur Erinnerung, einen Tag vor meiner Prüfung) der grosse Knall: Aus Gründen die ich hier nicht weiter ausweiten will (würde auch ein schlechtes Gesamtbild auf die Organisation und die Argentiner werfen). Die Situation ist eskaliert, Téte und ich sassen beide heulend im Unterricht anstatt über Grammatik zu reden und da habe ich die Entscheidung getroffen, die Wohnung zu verlassen. In einer gefühlten halben Stunde habe ich alle meine Sachen in die Koffer geschmissen, alles was MEINS eingepackt und die Wohnung in Richtung Tango Hostel verlassen. Dort wohne ich jetzt in einem süssen kleinen Einzelzimmer, direkt neben der Küche und geniesse die letzten Tage meines Argentinien-aufenthaltes.
Die Prüfungen gestern und vorgestern liefen mehr oder weniger gut, einen von 5 Teilen habe ich schon bestanden. Immerhin. -.-
Jetzt, ist aber auch wirklich SCHLUSS mit diesen ernsten Sachen. Gestern abend habe ich meine Abschiedsparty veranstaltet. Ein paar Fakten dazu:
26 Leute auf Facebook eingeladen - davon 12 sichere Zusagen
weitere 8 mündlich eingeladen - davon 6 Zusagen
also insgesamt 18 Gäste, die ihr kommen bestätigt haben.
Davon sind 10 am Ende aufgetaucht. Ausserdem war das Tango Hostel, wo ich gefeiert habe, bis auf das letzte Bett voll. Also jede Menge Leute die mitgefeiert und für Spass gesorgt haben. Der Abend war unglaublich, wir haben getanzt, gefeiert, uns amüsiert (ein Argentiner hat mir seine ewige Liebe gestanden und ist dann vom "was zu Trinken holen" nicht wieder gekommen.)
Da das Hostel zum Glück nicht allzu weit weg war vom Club, ging der Nachhauseweg auch vergleichsmässig schnell.
Der nächste Morgen tat aber dann doch ein wenig weh: Gegen 12 Uhr war ich bei Laura eingeladen, zum Abschieds-Asado. Ich hatte theoretisch meinen Wecker für 9 gestellt, damit ich noch duschen und in Ruhe wieder einen Menschen aus mir machen kann. Der Plan ging nicht auf, ich habe den Wecker einfach mal verschlafen und überhört. Umso grösser der Schreck, als mich Katy 12:12 anrief, ob ich ihre Jacke gefunden hätte, die sie gestern im Hostel verlassen hatte. Ich habe schnell irgendwas aus meinem Koffer-Chaso rausgesucht, Zähne geputzt und gehofft, dass der doch chronisch unpünktliche Argentinier mir mein Zuspätkommen verzeiht. Das war dann auch im Endeffekt nicht weiter schlimm. Wir haben erst gegen 13 Uhr angefangen.
Die ganze Familie war eingeladen, und Alberto hat mit Sicherheit die gesamte Fleischerei für dieses Asado leer gekauft. Alles, was an einem Tier so dran ist und rein theoretisch grillbar ist, hat er heute gegrillt. Unglaublich lecker und so viel, dass ich von allem nur ganz wenig genommen habe, um alles mal zu kosten. Die Innereien-sparte habe ich dann aber grosszügig ausgelassen und nahezu unberührt an Daniel weiter gegeben.
Gestern abend bei der Abschiedsparty flossen schon die ersten kleinen Tränen und heute wollte Laura auch schon anfangen melancholisch zu werden. Aber das leckere Essen und der Wein haben das alles auf Mittwoch, den 25. verschoben. Das wird dann wirklich hart.
Ich weiss, ihr denkt jetzt - was soll das, die hat doch vor 10 Monaten schon mal eine Abschiedsparty gemacht, die sollte wissen, wie das geht. Aber vor 10 Monaten habe ich gewusst, dass und wann ich wieder komme. Das ist ja diesmal nicht so der Fall. Laura hat zwar schon klargemacht, dass sie, sollte sie die Wahl gewinnen, mich im neuen Stadtparlament BEZAHLT einstellen. Aber wer weiss schon, ob sie gewinnt. Und wenn....... Naja, alles doch recht ungewiss. Umso mehr tut es weh, nach Hause zu fahren und ein Teil "zu Hause" gleichzeitig hier zu lassen.
Jetzt haben wir es hier so ungefähr halb 1. Daniel und Gabi haben morgen grosse Prüfung und sind hier immer noch fleissig am Lernen. Ich habe den Fehler begannen, nach 16 Uhr noch Mate zu trinken und sitze hier auch noch wie das reinste Licht. Ich werde den Blog hier jetzt beenden, wohlwissend, dass ich euch noch weitere Teile von meinem Reisetagebuch über die Reise mit meinen Eltern in Argentinien schulde. Jetzt, wo ich im Hostel nicht allzu viel zu tun habe, steht das ganz oben auf meiner Prioritätenliste.
Ich gehe jetzt noch duschen und werde dann hier bei Laura übernachten, jede Minute geniessend. Ich wünsche euch eine gute Nacht, einen schönen Montag und damit einen guten Start in die neue Woche, die für mich auf heimischen Boden enden wird. Wenn dieser bescheuerte isländische Vulkan sich auskäst. Wenn nicht gewinne ich vielleicht noch ein paar Tage hier....... Warten wir mal ab......
Euch alles alles Liebe
Seid gegrüsst
Eure Franzi
Mittwoch, 13. April 2011
Unterwegs in Argentinien - Teil II
Hallo ihr Lieben und wie der Argentinier sagen würde "¡Tanto tiempo!" - was für eine lange Zeit !!!
Ich werde das wieder gutmachen und mal weiter erzählen, was meine Eltern und ich in Argentinien so alles erlebt haben.
DIENSTAG, 22.02.11
Wie schon im letzten Beitrag angedeutet, ging es 4 Uhr aus dem Bett und ca. 2 Stunden später ging das Flugzeug nach Ushuaia, gelegen in der "Provincia de Tierra del Fuego, Antártica e Islas del Atlantico Sur" - kurz das was viele von euch als schlichtes "Feuerland" kennen.
Gegen 13 Uhr kamen wir auf dem Flughafen an (für diejenigen die mitrechne: wir sind via Buenos Aires geflogen) und sind mit dem Taxi direkt zum Hostel gefahren. Dort haben wir unsere Taschen und Rucksäcke abgestellt und einen kleinen Stadrundgang gemacht, bei dem wir Abstecher zur Touristeninformation und zum Mittagessen in "Tía Elena" gemacht haben. Im Restaurant haben wir die nächsten zwei Tage durchgeplant. Das hat uns einen ziemlichen haufen Zeit gekostet, denn dieses Touristeninformation ist wirklich unglaublich: Du willst eigentlich nur ein paar grundlegende Informationen und kommst mit einem Arm voller Karten, Broschüren und möglichen Touren wieder raus.
JEdenfalls als wir das fertig hatten haben wir schon den ersten "Kulturstop" gemacht. Das Museum "Fin del Mundo y Maritimo" enthält einen Ausstellung über den Knast, der der Ausgangspunkt für die Gründung der Stadt war, sowie über diverse Schiffe, Antarktisexpeditionen und einen kleine Kunstausstellung. Lohnt sich auf jeden Fall.
Im Anschluss sind wir in den 1 von 2 Supermärkten im Ort und haben uns für den folgenden Tag mit Proviant eingedeckt und zudem unser Abendessen gekauft.
Jenes haben wir dann im Hostel zubereitet (in der grossen, echt witzigen Gemeinschaftsküche/-essraum). Es gab Rührei mit Schinken, Brot, Paprika und Tomaten und ausserdem noch einen leckeren "Trapiche Malbec", meiner Ansicht nach der beste argentinische Rotwein.
An unserem Tisch sass dann noch ein netter Brasilianer mit dem übertaustypischen Namen "Jefferson". -.- Mit ihm habe ich mich dann in einem Mix aus Englisch, Spanisch und Portugiesisch unterhalten, wobei mein Portugiesisch jetzt nicht das weltbeste ist. Irgendwie haben wir uns aber dennoch sehr angeregt unterhalten können.
MITTWOCH, 23.02.11
Um 7:30 klingelte ganz charmant mein Wecker, es gab ein schnelles Frühstück im Hostel, bei dem wir Julian aus Deutschland getroffen haben.
9 uhr mussten wir dann bei "Catamaranes Canoero" melden, für unsere Tour auf dem Beagle-Kanal. Eine halbe STunde später sind wir dann losgefahren. Wir hatten wirklich ein riesiges Glück mit dem Wetter, auch wenn der Wind während der Fahrt verdammt kalt war. Wir haben nacheinander Inseln auf denen Pinguine, Seelöwen und Kormoranen angesteuert und dann dort jeweils HAlt für Fotos und Video gemacht. An dieser STelle möchte ich euch kurz beschreiben, was ich damit meine: Ich hatte meine kleine, süsse, knallpinke Digitalkamera, Mama hatte die "grosse" Digitalkamera und Papa hatte die Videokamera. JEder hat sich an einer anderen Stelle des Schiffes positioniert und so haben wir Fotos und Video von nahezu jedem Winkel dieser Inseln.
Während der Fahrt von einer Insel zur andern gab es einen kleinen Snack und warmen Tee.
Die Fahrt endete an der "Estancia Haberton", eine Art Farm am "Ar*** der Welt". Dort hat sich irgendwann ein britische Farmer angesiedelt und NAchfahren von ihm wohnen heute noch da. Eine dieser Nachfahren ist (in Fachkreisen) eine ziemlich wichtige Meeresbiologin, die dort eine Art private Sammlung von Meerestierskeletten und Muscheln hat. Die Skelette werden überaus oft im Beagle-Kanal angeschwemmt (in den meisten Fällen noch mit ziemlich viel stinkendem Fleisch drum rum) und Meeresforscher, die dort Studien betreiben sammeln die dann ein, sezieren sie und bauen dann die Skelette wieder zusammen.
Von der Estancia gings mit dem Bus weiter zu einem sehr hübschen (und sehr windigen) Aussichtsounkt und von da aus zu einer Schlittenhundefarm. Dort hat ein Argentinier seine eigene Zucht und er ist in der "Schlittenhunde-Szene" ziemlich bekannt.
Komplett fertig und hin sind wir gegen 18 Uhr wieder im Hostel aufgeschlagen. Diesmal hatten wir sowas von mal überhaupt keine Lust auf Kochen und haben den Lonely Planet befragt und er hat uns ein kleines Restaurant empfohlen. Dort haben wir uns von der argentinischen Küche (1x Lamm und 2x Steaks) verwöhnen lassen. Im Hostel gings dann noch schnell unter die Dusche und sehr viel ist dann nicht mehr passiert.
DONNERSTAG, 24.02.11
Auch heut ging der Wecker wieder 7:30. Nach dem Frühstück sind wir mit dem Taxi zum Gletscher "Martial" gefahren. Eigentlich wollten wir ein ziemliches Stück mit dem Sessellift fahren und den Rest hochwandern. Aber der Wind war extrem heftig und der Sessellift fuhr an diesem Tag nicht. Also sind wir dann im Endeffekt den gesamten Weg gelaufen. Der Weg war stellenweise sehr steil, mit losem Geröll und immer wieder Staub-Windhosen und kurze Regenschauer. Als wir dann am Gletscher ankamen, mussten wir erst das Schild suchen auf dem stand" Hier sehen Sie den Gletscher". Sagen wir das Ding sah nicht im geringsten so aus, wie ich das zum Beispiel aus meinem Geographiebüchern kannte. Wir haben dann aber trotzdem sehr schöne Fotos machen können, sind noch ein wenig auf den Felsen/Gletscher rumgelaufen und haben uns dann wieder an den Abstieg gemacht. Der ging viel schneller und einfacher und es kam sogar die Sonner heraus. Gegen 13:45 waren wir dann wieder im Hostel um mit dem 14 Uhr-Bus in den Nationalpark "Tierra del Fuego" zu fahren. Dort sind wir zu einem hübschen Fluss mit Stromschnellen gelaufen und im Anschluss zum Endpunkt des Parkes gefahren. Dort gab es einen traumhaften See und man hat sich wirklich gefühlt als ob nach der nächsten Webiegung einfach nichts mehr kommen könnte. Die Landschaft im Allgemeinen ist einfach beeindruckend: Seen, Súmpfe, Wälder und diese traumhaften Berge...... Wieder einmal fehlen mir die Worte, um das alles zu beschreiben, was wir gesehen haben.
Gegen 18 Uhr sind wir, mindestens so müde wie am Vortag im Hostel aufgeschlagen. Dort haben wir uns geduscht, eine kleine Siesta eingelegt und dann zum Abendessen ins nächste Restaurant gegangen.
Kaputt aber zufrieden sind wir danach in unsere Doppelstockbetten gefallen.
Der nächste Teil wird euch dann von Buenos Aires erzählen. Ich mach mich jetzt auf Richtung Sprachschule (Grammatik, ich komme !!!!!)
Im Moment wird meine Leben hier von Hausaufgaben und vereinzelten Meetings mit Laura bestimmt. Gestern hat Elisa Carrio, die Präsidentschaftskandidaten von Lauras Partei ihr Buch "El futuro es hoy" (Die Zukunft ist heute) vorgestellt. Ich habe mitgeholfen, die Gästelisten auszufüllen und die Bücher zu verkaufen. Ausserdem bin ich jetzt stolze Besitzerin eines jenes Buches mit einer persönlichen Widmung. Wenn sie dann Präsidentin ist, bin ich einige der wenigen Deutschen, die jenes Exemplar signiert besitzt. =)
Ich habe auch das erste Mal das Brot alleine gebacken, und es ist doch tatsächlich was geworden. Ausserdem habe ich mein "Wäsche-waschen-Problem" gelöst. Betty wäscht ja nicht mehr für mich. In einer Zeitschrift habe ich die Adressen verschiedener Wäschereien herausgesucht, und sie alle mal nacheinander ausprobiert. Ich habe jetzt meine Traumwäscherei gefunden. Ich gebe immer am Vormittag die schmutzige Wäsche ab, zahle 19 Pesos und am Abend wird mir die Wäsche, wenn sie fertig ist, direkt nach Hause geliefert. Ist das nicht toll??? Meistens muss Betty oder Jose die Sachen in Empfang nehmen, weil ich entweder in der Sprachschule oder auf Arbeit bin. Aber das machen sie gerne. Hoff ich. =)
Soweit von mir
Ich wünsche euch alles Gute
Bis bald
Eure Franzi
Ich werde das wieder gutmachen und mal weiter erzählen, was meine Eltern und ich in Argentinien so alles erlebt haben.
DIENSTAG, 22.02.11
Wie schon im letzten Beitrag angedeutet, ging es 4 Uhr aus dem Bett und ca. 2 Stunden später ging das Flugzeug nach Ushuaia, gelegen in der "Provincia de Tierra del Fuego, Antártica e Islas del Atlantico Sur" - kurz das was viele von euch als schlichtes "Feuerland" kennen.
Gegen 13 Uhr kamen wir auf dem Flughafen an (für diejenigen die mitrechne: wir sind via Buenos Aires geflogen) und sind mit dem Taxi direkt zum Hostel gefahren. Dort haben wir unsere Taschen und Rucksäcke abgestellt und einen kleinen Stadrundgang gemacht, bei dem wir Abstecher zur Touristeninformation und zum Mittagessen in "Tía Elena" gemacht haben. Im Restaurant haben wir die nächsten zwei Tage durchgeplant. Das hat uns einen ziemlichen haufen Zeit gekostet, denn dieses Touristeninformation ist wirklich unglaublich: Du willst eigentlich nur ein paar grundlegende Informationen und kommst mit einem Arm voller Karten, Broschüren und möglichen Touren wieder raus.
JEdenfalls als wir das fertig hatten haben wir schon den ersten "Kulturstop" gemacht. Das Museum "Fin del Mundo y Maritimo" enthält einen Ausstellung über den Knast, der der Ausgangspunkt für die Gründung der Stadt war, sowie über diverse Schiffe, Antarktisexpeditionen und einen kleine Kunstausstellung. Lohnt sich auf jeden Fall.
Im Anschluss sind wir in den 1 von 2 Supermärkten im Ort und haben uns für den folgenden Tag mit Proviant eingedeckt und zudem unser Abendessen gekauft.
Jenes haben wir dann im Hostel zubereitet (in der grossen, echt witzigen Gemeinschaftsküche/-essraum). Es gab Rührei mit Schinken, Brot, Paprika und Tomaten und ausserdem noch einen leckeren "Trapiche Malbec", meiner Ansicht nach der beste argentinische Rotwein.
An unserem Tisch sass dann noch ein netter Brasilianer mit dem übertaustypischen Namen "Jefferson". -.- Mit ihm habe ich mich dann in einem Mix aus Englisch, Spanisch und Portugiesisch unterhalten, wobei mein Portugiesisch jetzt nicht das weltbeste ist. Irgendwie haben wir uns aber dennoch sehr angeregt unterhalten können.
MITTWOCH, 23.02.11
Um 7:30 klingelte ganz charmant mein Wecker, es gab ein schnelles Frühstück im Hostel, bei dem wir Julian aus Deutschland getroffen haben.
9 uhr mussten wir dann bei "Catamaranes Canoero" melden, für unsere Tour auf dem Beagle-Kanal. Eine halbe STunde später sind wir dann losgefahren. Wir hatten wirklich ein riesiges Glück mit dem Wetter, auch wenn der Wind während der Fahrt verdammt kalt war. Wir haben nacheinander Inseln auf denen Pinguine, Seelöwen und Kormoranen angesteuert und dann dort jeweils HAlt für Fotos und Video gemacht. An dieser STelle möchte ich euch kurz beschreiben, was ich damit meine: Ich hatte meine kleine, süsse, knallpinke Digitalkamera, Mama hatte die "grosse" Digitalkamera und Papa hatte die Videokamera. JEder hat sich an einer anderen Stelle des Schiffes positioniert und so haben wir Fotos und Video von nahezu jedem Winkel dieser Inseln.
Während der Fahrt von einer Insel zur andern gab es einen kleinen Snack und warmen Tee.
Die Fahrt endete an der "Estancia Haberton", eine Art Farm am "Ar*** der Welt". Dort hat sich irgendwann ein britische Farmer angesiedelt und NAchfahren von ihm wohnen heute noch da. Eine dieser Nachfahren ist (in Fachkreisen) eine ziemlich wichtige Meeresbiologin, die dort eine Art private Sammlung von Meerestierskeletten und Muscheln hat. Die Skelette werden überaus oft im Beagle-Kanal angeschwemmt (in den meisten Fällen noch mit ziemlich viel stinkendem Fleisch drum rum) und Meeresforscher, die dort Studien betreiben sammeln die dann ein, sezieren sie und bauen dann die Skelette wieder zusammen.
Von der Estancia gings mit dem Bus weiter zu einem sehr hübschen (und sehr windigen) Aussichtsounkt und von da aus zu einer Schlittenhundefarm. Dort hat ein Argentinier seine eigene Zucht und er ist in der "Schlittenhunde-Szene" ziemlich bekannt.
Komplett fertig und hin sind wir gegen 18 Uhr wieder im Hostel aufgeschlagen. Diesmal hatten wir sowas von mal überhaupt keine Lust auf Kochen und haben den Lonely Planet befragt und er hat uns ein kleines Restaurant empfohlen. Dort haben wir uns von der argentinischen Küche (1x Lamm und 2x Steaks) verwöhnen lassen. Im Hostel gings dann noch schnell unter die Dusche und sehr viel ist dann nicht mehr passiert.
DONNERSTAG, 24.02.11
Auch heut ging der Wecker wieder 7:30. Nach dem Frühstück sind wir mit dem Taxi zum Gletscher "Martial" gefahren. Eigentlich wollten wir ein ziemliches Stück mit dem Sessellift fahren und den Rest hochwandern. Aber der Wind war extrem heftig und der Sessellift fuhr an diesem Tag nicht. Also sind wir dann im Endeffekt den gesamten Weg gelaufen. Der Weg war stellenweise sehr steil, mit losem Geröll und immer wieder Staub-Windhosen und kurze Regenschauer. Als wir dann am Gletscher ankamen, mussten wir erst das Schild suchen auf dem stand" Hier sehen Sie den Gletscher". Sagen wir das Ding sah nicht im geringsten so aus, wie ich das zum Beispiel aus meinem Geographiebüchern kannte. Wir haben dann aber trotzdem sehr schöne Fotos machen können, sind noch ein wenig auf den Felsen/Gletscher rumgelaufen und haben uns dann wieder an den Abstieg gemacht. Der ging viel schneller und einfacher und es kam sogar die Sonner heraus. Gegen 13:45 waren wir dann wieder im Hostel um mit dem 14 Uhr-Bus in den Nationalpark "Tierra del Fuego" zu fahren. Dort sind wir zu einem hübschen Fluss mit Stromschnellen gelaufen und im Anschluss zum Endpunkt des Parkes gefahren. Dort gab es einen traumhaften See und man hat sich wirklich gefühlt als ob nach der nächsten Webiegung einfach nichts mehr kommen könnte. Die Landschaft im Allgemeinen ist einfach beeindruckend: Seen, Súmpfe, Wälder und diese traumhaften Berge...... Wieder einmal fehlen mir die Worte, um das alles zu beschreiben, was wir gesehen haben.
Gegen 18 Uhr sind wir, mindestens so müde wie am Vortag im Hostel aufgeschlagen. Dort haben wir uns geduscht, eine kleine Siesta eingelegt und dann zum Abendessen ins nächste Restaurant gegangen.
Kaputt aber zufrieden sind wir danach in unsere Doppelstockbetten gefallen.
Der nächste Teil wird euch dann von Buenos Aires erzählen. Ich mach mich jetzt auf Richtung Sprachschule (Grammatik, ich komme !!!!!)
Im Moment wird meine Leben hier von Hausaufgaben und vereinzelten Meetings mit Laura bestimmt. Gestern hat Elisa Carrio, die Präsidentschaftskandidaten von Lauras Partei ihr Buch "El futuro es hoy" (Die Zukunft ist heute) vorgestellt. Ich habe mitgeholfen, die Gästelisten auszufüllen und die Bücher zu verkaufen. Ausserdem bin ich jetzt stolze Besitzerin eines jenes Buches mit einer persönlichen Widmung. Wenn sie dann Präsidentin ist, bin ich einige der wenigen Deutschen, die jenes Exemplar signiert besitzt. =)
Ich habe auch das erste Mal das Brot alleine gebacken, und es ist doch tatsächlich was geworden. Ausserdem habe ich mein "Wäsche-waschen-Problem" gelöst. Betty wäscht ja nicht mehr für mich. In einer Zeitschrift habe ich die Adressen verschiedener Wäschereien herausgesucht, und sie alle mal nacheinander ausprobiert. Ich habe jetzt meine Traumwäscherei gefunden. Ich gebe immer am Vormittag die schmutzige Wäsche ab, zahle 19 Pesos und am Abend wird mir die Wäsche, wenn sie fertig ist, direkt nach Hause geliefert. Ist das nicht toll??? Meistens muss Betty oder Jose die Sachen in Empfang nehmen, weil ich entweder in der Sprachschule oder auf Arbeit bin. Aber das machen sie gerne. Hoff ich. =)
Soweit von mir
Ich wünsche euch alles Gute
Bis bald
Eure Franzi
Donnerstag, 31. März 2011
Unterwegs in Argentinien - Teil I
Hallo Ihr Lieben.
Jetzt fühle ich mich wie an einem Neuanfang. Ich habe meine Monatsabrechnung Januar, Februar UND März fertig. Alle meine Wäsche ist gewaschen, mein Zimmer aufgeräumt und meine Hausaufgaben gemacht. Und ich habe diese "verfluchte" Datentabelle ENDLICH !!!! abgeschlossen.
Ich habe jetzt also wieder wesentlich mehr Zeit für euch alle. Hoffentlich. -.-
Jetzt werde ich euch also über meine Argentinienreise informieren, die ich im Februar-März mit meinen Eltern verbracht habe.
Auch das werde ich wieder in verschiedenen Teilen verfassen, ihr (und ich auch) habt ja immerhin noch sowas wie einen Feierabend verdient (oder wann auch immer ihr das hier lest. Wo wie gerade dabei sind, mir ist zu Ohren gekommen, dass manche Leute das hier VOR der Arbeit lesen oder gar vor dem Frühstück. Nun sollte das wirklich wahr sein, werdet ihr wahrscheinlich diesmal ein bisschen später mit dem Arbeiten anfangen können.)
SAMSTAG, 19.02.11.
Dieser Morgen tat wirklich weh, Mama hier kann ich es ja mal offen sagen. Am Vorabend waren wir (wie immer -.-) lange feiern und jetzt sollte ich meine Eltern 10:30 vom Flughafen abholen. Ich habe mich also irgendwie aus dem Bett geschält, bin zum Flughafen gefahren und habe sie da erwartet. Wobei ich eigentlich erst ne Stunde später hätte da sein müssen, da die argentinische Fluggesellschaft jetzt nicht so 100%ig vertraut war mit dem Begriff "Pünktlichkeit". Aber naja, die Freude war natürlich riesig, als meine Eltern dann endlich aus der Gepäckabfertigung kamen und wir uns nach mehr als 6 Monaten wieder in die Arme schließen konnten.
Mit dem Taxi gings dann ins Tango Hostel, wo ich ein Zimmer für meine Eltern reserviert hatte. Ich muss aber zugeben, dass mein Eindruck jetzt vom Essen und der Freundlichkeit der Leute besser ist als das Zimmer meiner Eltern. War das eine höfliche Formulierung ????
Jedenfalls sind wir danach erstmal Mittag essen gegangen, ins Alfonsina, so ziemlich das einzige Restaurant das Máte und gutes argentinisches Essen anbietet. Also hatten meine Eltern das Vergnügen ihres ersten Máte und 1. Lomos. Ihr Kommentar zu meinem heissgeliebten Máte ??
"Das schmeckt ja ein wenig wie Heu." -.- Na vielen Dank auch......
Nach einem ausgedehnten argentinischen Mittagessen sind wir zu meiner Wohnung gefahren und meine Eltern haben gesehen, wie ich so wohne. Ich war in dem Moment ganz stolz auf mich, denn ich hatte sogar am Vortag aufgeräumt. Irgendwie.
Meine Eltern haben dann Katy, Vera, Betty, Mariana und ihren Freund Oscar getroffen und, natürlich, denn mittlerweile heimlichen Star dieses Blogs:
LUPITA !!!! Bei ihr haben sich die beiden dann auch sofort mit einem roten Spielzeugknochen und Leckerlies ins Herz geschenkt. Und direkt weiter gings mit Máte und den ebenfalls typischen Facturas (im Deutschen mit Plundergebäck vergleichbar).
Zuviel durften wir aber nicht essen, denn gegen 20 Uhr hatten wir eine Einladung zum Asado bei Laura. Dort ging es dann ans eingemachte meiner Spanischkenntnisse. Deutsch kann niemand von Lauras Familie und das Spanisch meiner Eltern ist jetzt nicht so strapazierfähig bis nicht existent. Ich kam zwar kaum zum Essen, aufgrund meiner Funktion als Dolmetscherin und der vielen Fragen, die beide Seiten jeweils hatten, aber meinen Eltern hat es auf jeden Fall riesig gefallen und so kam es dass wir erst gegen 1 Uhr bei Laura weggekommen sind.
SONNTAG; 20.02
Heute ging es nach einem "Ausschlafen" gegen 10:30 los. Wir haben uns in meinem Stadtviertel getroffen und wollten ein gutes Restaurant finden für eine Art "Brunch". Wir haben schliesslich auch eines gefunden. Bei Argentinier ist es ziemlich typisch, am Sonntag mal nicht den Kochlöffel zu schwingen sondern in einem Restaurant schwingen zu lassen. Dementsprechend voll waren auch die ganzen Restaurants, aber wir haben dennoch ein gutes gefunden.
Im Anschluss sind wir zu "Creamburrys", mein Lieblingseiscafé. Mit unserem Eis sind wir dann hoch zu Betty (sprich in meine Wohnung) und haben uns die ersten Bilder meiner Bolivien-Peru-Reise angesehen und im Anschluss aufgrund der Zeitverschiebung und des "langen" (hust, hust) Asado bei Laura eine kleine Siesta gemacht.
Am späten Nachmittag sind wir dann zusammen mit Katy auf den tollen Kunstmarkt gegangen. Dort fing es an in Strömen zu regnen und wir haben uns in kleines Café mit Bier, Lomos und Livemusik gesetzt und das schlimmste abgewartet.
MONTAG, 21.02.
Gegen 8 Uhr (!) habe ich mich mit meinen Eltern in ihrem Hostel getroffen. Wir wollten uns ein Auto mieten und dann in die Sierras fahren. Eine grosse Vermietungsfirma mit dem Namen **rtz wollte uns aber kein Auto geben, jedenfalls nicht vor 13 Uhr. Das haben wir aber als eine Unmöglichkeit abgetan und sind dann einfach eine Strasse weiter und haben bei A*is ein hübsches kleines Auto gefunden: Einen Chevrolet Corsa 1.4. Nicht das jetzt jemand denkt ich würd mich mit Autos auskennen, ich habe den Namen hinten vom Auto abgeschrieben.
Besonderes Merkmal dieses Autos: Die Lichter innen im Auto gehen nur an, wenn mindestens eine Tür offen ist. Merke: Wenn du nachts Licht brauchst ist es ratsam mit offenen Türen zu fahren. -.-
Jedenfalls sind wir nach Alta Gracia gefahren, haben uns die Jesuiten Kirche angesehen und das Museum von Ernesto "Che" Guevara.
Und, weil meine Eltern ja mit einer Halb-Argentinierin unterwegs waren, gabs im Auto ständig Máte. Nach einem kurzen Snack von Kaffe und Schweinsohren sind wir dann weiter nach Villa General Belgrano, die deutsche Stadt in der ich im Oktober das Oktoberfest gefeiert habe. Und nach einer recht kurzen Besichtigung der Stadt (die nicht allzu gross ist) haben wir dann zum Mittagessen "Schlachtplatte" mit Würstchen und Sauerkraut gegessen. Nur das angeblich deutsche Bier, dass es dazu gab war jetzt nicht so toll. Es soll sauer geschmeckt haben, ich habs nicht getrunken, ich kann euch das leider nicht sagen.
Nach einem kleinen Stadtbummel zum Verdauen gings im Auto weiter nach La Cumbrecita. Dies ist eine kleine autofreie Stadt, dass heisst wenn dann kann man da nur zu Fuss rein. Wir haben dort in einer kleinen Bäckerei die Enkelin einer Sächsin getroffen, die irgendwann nach Argentinien geflohen ist und sich dort ein neues Leben aufgebaut hat. Die Hauptatraktion diese Dorfes ist ein Wasserfall, zu dem wir dann auch mal ganz optimistisch hingelaufen bin.
Es wurde schon ziemlich dunkel, als wir uns auf den Rückweg nach Cordoba gemacht haben, weit nach 22 sind wir im Hostel angekommen, in dem ich auch eine Nacht zugebracht habe, weil es am nächsten Morgen ganz früh (4 Uhr) rausgehen sollte, um nach Feuerland zu fliegen.
Was uns in Feuerland passiert ist und was wir alles gesehen haben, kommt in der Fortsetzung.
Um euch nicht im Dunkeln zu lassen, was ich hier so im Moment in Cordoba treibe, möchte ich euch eine kleine Zusammenfassung geben:
ich quäle mich im Moment durch die Hausaufgaben von 2 (!) verschiedenen Spanischkursen und mache eine sehr nahe Bekanntschaft mit der Grammatik. Kurzes Beispiel: Es gibt 14 Zeitformen, die alle sehr speziellen Regeln zum Gebrauch unterworfen sind. Fragt bitte nicht weiter.....
Meine Kochkünste entwickeln sich dank Vera weiter und weiter, wir haben letztens sogar Eierkuchen gemacht. Soll heissen, sie hat die Anweisungen gegeben und ich habe zum ersten Mal meine eigenen Eierkuchen gemacht. überraschend lecker und einfach.
Die nächste Herausforderung wird dann das Brot-backen. Aber bei ihr sieht das auch nicht so schwer aus, so dass ich glaube, dass ich das auch hinbekomme. Und ein echt gutes Ratatouile kann ich jetzt auch schon.
Mittwochs (Tango), Donnerstags (Salsa) und Samstags (Bauchtanz) habe ich Tanzkurse und Montags, Mittwochs und Freitags Spanischkurse. Ansonsten lese ich viel auf Spanisch und übe mich im Kochen.
Am Wochenende habe ich das Spiel Argentinien-USA (1:1) und vorgestern das Spiel Deutschland-Australien (1:2) - dazu kein Kommentar, das Spiel war furchtbar - angesehen. Wobei das mit dem Deutschlandspiel so ein Problem war. Für die Radiosender war das Freundschaftsspiel nicht wichtig und die tollen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender erlauben die übertragung nach Argentinien aus "datenschutzgründen" nicht. -.- Aber dank des WorldWideWeb habe ich das Spiel doch noch sehen können. Wobei verpasst hätte ich nichts.
Soweit also von mir
Wie geht es euch ????
Was beschäftigt die Menschen in Deutschland ???
Ich wünsche euch einen schönen Start ins Wochenende
Alles Liebe Eure Franzi
Jetzt fühle ich mich wie an einem Neuanfang. Ich habe meine Monatsabrechnung Januar, Februar UND März fertig. Alle meine Wäsche ist gewaschen, mein Zimmer aufgeräumt und meine Hausaufgaben gemacht. Und ich habe diese "verfluchte" Datentabelle ENDLICH !!!! abgeschlossen.
Ich habe jetzt also wieder wesentlich mehr Zeit für euch alle. Hoffentlich. -.-
Jetzt werde ich euch also über meine Argentinienreise informieren, die ich im Februar-März mit meinen Eltern verbracht habe.
Auch das werde ich wieder in verschiedenen Teilen verfassen, ihr (und ich auch) habt ja immerhin noch sowas wie einen Feierabend verdient (oder wann auch immer ihr das hier lest. Wo wie gerade dabei sind, mir ist zu Ohren gekommen, dass manche Leute das hier VOR der Arbeit lesen oder gar vor dem Frühstück. Nun sollte das wirklich wahr sein, werdet ihr wahrscheinlich diesmal ein bisschen später mit dem Arbeiten anfangen können.)
SAMSTAG, 19.02.11.
Dieser Morgen tat wirklich weh, Mama hier kann ich es ja mal offen sagen. Am Vorabend waren wir (wie immer -.-) lange feiern und jetzt sollte ich meine Eltern 10:30 vom Flughafen abholen. Ich habe mich also irgendwie aus dem Bett geschält, bin zum Flughafen gefahren und habe sie da erwartet. Wobei ich eigentlich erst ne Stunde später hätte da sein müssen, da die argentinische Fluggesellschaft jetzt nicht so 100%ig vertraut war mit dem Begriff "Pünktlichkeit". Aber naja, die Freude war natürlich riesig, als meine Eltern dann endlich aus der Gepäckabfertigung kamen und wir uns nach mehr als 6 Monaten wieder in die Arme schließen konnten.
Mit dem Taxi gings dann ins Tango Hostel, wo ich ein Zimmer für meine Eltern reserviert hatte. Ich muss aber zugeben, dass mein Eindruck jetzt vom Essen und der Freundlichkeit der Leute besser ist als das Zimmer meiner Eltern. War das eine höfliche Formulierung ????
Jedenfalls sind wir danach erstmal Mittag essen gegangen, ins Alfonsina, so ziemlich das einzige Restaurant das Máte und gutes argentinisches Essen anbietet. Also hatten meine Eltern das Vergnügen ihres ersten Máte und 1. Lomos. Ihr Kommentar zu meinem heissgeliebten Máte ??
"Das schmeckt ja ein wenig wie Heu." -.- Na vielen Dank auch......
Nach einem ausgedehnten argentinischen Mittagessen sind wir zu meiner Wohnung gefahren und meine Eltern haben gesehen, wie ich so wohne. Ich war in dem Moment ganz stolz auf mich, denn ich hatte sogar am Vortag aufgeräumt. Irgendwie.
Meine Eltern haben dann Katy, Vera, Betty, Mariana und ihren Freund Oscar getroffen und, natürlich, denn mittlerweile heimlichen Star dieses Blogs:
LUPITA !!!! Bei ihr haben sich die beiden dann auch sofort mit einem roten Spielzeugknochen und Leckerlies ins Herz geschenkt. Und direkt weiter gings mit Máte und den ebenfalls typischen Facturas (im Deutschen mit Plundergebäck vergleichbar).
Zuviel durften wir aber nicht essen, denn gegen 20 Uhr hatten wir eine Einladung zum Asado bei Laura. Dort ging es dann ans eingemachte meiner Spanischkenntnisse. Deutsch kann niemand von Lauras Familie und das Spanisch meiner Eltern ist jetzt nicht so strapazierfähig bis nicht existent. Ich kam zwar kaum zum Essen, aufgrund meiner Funktion als Dolmetscherin und der vielen Fragen, die beide Seiten jeweils hatten, aber meinen Eltern hat es auf jeden Fall riesig gefallen und so kam es dass wir erst gegen 1 Uhr bei Laura weggekommen sind.
SONNTAG; 20.02
Heute ging es nach einem "Ausschlafen" gegen 10:30 los. Wir haben uns in meinem Stadtviertel getroffen und wollten ein gutes Restaurant finden für eine Art "Brunch". Wir haben schliesslich auch eines gefunden. Bei Argentinier ist es ziemlich typisch, am Sonntag mal nicht den Kochlöffel zu schwingen sondern in einem Restaurant schwingen zu lassen. Dementsprechend voll waren auch die ganzen Restaurants, aber wir haben dennoch ein gutes gefunden.
Im Anschluss sind wir zu "Creamburrys", mein Lieblingseiscafé. Mit unserem Eis sind wir dann hoch zu Betty (sprich in meine Wohnung) und haben uns die ersten Bilder meiner Bolivien-Peru-Reise angesehen und im Anschluss aufgrund der Zeitverschiebung und des "langen" (hust, hust) Asado bei Laura eine kleine Siesta gemacht.
Am späten Nachmittag sind wir dann zusammen mit Katy auf den tollen Kunstmarkt gegangen. Dort fing es an in Strömen zu regnen und wir haben uns in kleines Café mit Bier, Lomos und Livemusik gesetzt und das schlimmste abgewartet.
MONTAG, 21.02.
Gegen 8 Uhr (!) habe ich mich mit meinen Eltern in ihrem Hostel getroffen. Wir wollten uns ein Auto mieten und dann in die Sierras fahren. Eine grosse Vermietungsfirma mit dem Namen **rtz wollte uns aber kein Auto geben, jedenfalls nicht vor 13 Uhr. Das haben wir aber als eine Unmöglichkeit abgetan und sind dann einfach eine Strasse weiter und haben bei A*is ein hübsches kleines Auto gefunden: Einen Chevrolet Corsa 1.4. Nicht das jetzt jemand denkt ich würd mich mit Autos auskennen, ich habe den Namen hinten vom Auto abgeschrieben.
Besonderes Merkmal dieses Autos: Die Lichter innen im Auto gehen nur an, wenn mindestens eine Tür offen ist. Merke: Wenn du nachts Licht brauchst ist es ratsam mit offenen Türen zu fahren. -.-
Jedenfalls sind wir nach Alta Gracia gefahren, haben uns die Jesuiten Kirche angesehen und das Museum von Ernesto "Che" Guevara.
Und, weil meine Eltern ja mit einer Halb-Argentinierin unterwegs waren, gabs im Auto ständig Máte. Nach einem kurzen Snack von Kaffe und Schweinsohren sind wir dann weiter nach Villa General Belgrano, die deutsche Stadt in der ich im Oktober das Oktoberfest gefeiert habe. Und nach einer recht kurzen Besichtigung der Stadt (die nicht allzu gross ist) haben wir dann zum Mittagessen "Schlachtplatte" mit Würstchen und Sauerkraut gegessen. Nur das angeblich deutsche Bier, dass es dazu gab war jetzt nicht so toll. Es soll sauer geschmeckt haben, ich habs nicht getrunken, ich kann euch das leider nicht sagen.
Nach einem kleinen Stadtbummel zum Verdauen gings im Auto weiter nach La Cumbrecita. Dies ist eine kleine autofreie Stadt, dass heisst wenn dann kann man da nur zu Fuss rein. Wir haben dort in einer kleinen Bäckerei die Enkelin einer Sächsin getroffen, die irgendwann nach Argentinien geflohen ist und sich dort ein neues Leben aufgebaut hat. Die Hauptatraktion diese Dorfes ist ein Wasserfall, zu dem wir dann auch mal ganz optimistisch hingelaufen bin.
Es wurde schon ziemlich dunkel, als wir uns auf den Rückweg nach Cordoba gemacht haben, weit nach 22 sind wir im Hostel angekommen, in dem ich auch eine Nacht zugebracht habe, weil es am nächsten Morgen ganz früh (4 Uhr) rausgehen sollte, um nach Feuerland zu fliegen.
Was uns in Feuerland passiert ist und was wir alles gesehen haben, kommt in der Fortsetzung.
Um euch nicht im Dunkeln zu lassen, was ich hier so im Moment in Cordoba treibe, möchte ich euch eine kleine Zusammenfassung geben:
ich quäle mich im Moment durch die Hausaufgaben von 2 (!) verschiedenen Spanischkursen und mache eine sehr nahe Bekanntschaft mit der Grammatik. Kurzes Beispiel: Es gibt 14 Zeitformen, die alle sehr speziellen Regeln zum Gebrauch unterworfen sind. Fragt bitte nicht weiter.....
Meine Kochkünste entwickeln sich dank Vera weiter und weiter, wir haben letztens sogar Eierkuchen gemacht. Soll heissen, sie hat die Anweisungen gegeben und ich habe zum ersten Mal meine eigenen Eierkuchen gemacht. überraschend lecker und einfach.
Die nächste Herausforderung wird dann das Brot-backen. Aber bei ihr sieht das auch nicht so schwer aus, so dass ich glaube, dass ich das auch hinbekomme. Und ein echt gutes Ratatouile kann ich jetzt auch schon.
Mittwochs (Tango), Donnerstags (Salsa) und Samstags (Bauchtanz) habe ich Tanzkurse und Montags, Mittwochs und Freitags Spanischkurse. Ansonsten lese ich viel auf Spanisch und übe mich im Kochen.
Am Wochenende habe ich das Spiel Argentinien-USA (1:1) und vorgestern das Spiel Deutschland-Australien (1:2) - dazu kein Kommentar, das Spiel war furchtbar - angesehen. Wobei das mit dem Deutschlandspiel so ein Problem war. Für die Radiosender war das Freundschaftsspiel nicht wichtig und die tollen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender erlauben die übertragung nach Argentinien aus "datenschutzgründen" nicht. -.- Aber dank des WorldWideWeb habe ich das Spiel doch noch sehen können. Wobei verpasst hätte ich nichts.
Soweit also von mir
Wie geht es euch ????
Was beschäftigt die Menschen in Deutschland ???
Ich wünsche euch einen schönen Start ins Wochenende
Alles Liebe Eure Franzi
Donnerstag, 24. März 2011
Mein Abenteuer - Teil V
Hallo Ihr Lieben,
wir haben heute in Argentinien wieder mal einen Feiertag (und morgen auch), dass heisst für mich weder arbeiten noch Hausaufgaben machen müssen, und deshalb versuche ich hier mal ein bisschen voranzukommen.
DONNERSTAG, 03.02.11
Gegen 6:30 bin ich aufgestanden, habe versucht zu duschen (kam aber nur kaltes Wasser, da habe ich das Vorhaben dann mal abgebrochen), gefrühstückt (Brötchen, Tee, Saft und Marmelade).
Im Anschluss habe ich fatalerweise meinen Rucksack in das Depot gestellt (merkt euch die Stelle, wird noch mal wichtig) und wurde dann vom Tourguide abgeholt und los geht´s auf die Schwimmenden Inseln (aus Schilf). Dort wurde der Aufbau dieser Inseln erklärt, wie sie die zusammenbasteln und was sie mit den so alles anstellen und wie sie auf die Idee gekommen sind, sich selber ihre Inseln zu basteln: Der Titicacasee ist in regelmässigen Abständen über die Ufer getreten und hat immer die gesamte Ernte der Anwohner + die Häuser zerstört. Dieses Drama haben die sich ein paar mal angeschaut und dann beschlossen, dass sie davon die Nase voll hatten. Wegziehen wollten sie aber nicht, auf die Idee mit den Stelzenhäusern sind sie irgendwie nich gekommen, also haben sie den schwimmfähigen Schilf aus dem See gefischt, die grossen Blöck zusammengebunden und dann auf diesen "inseln" ihre Häuser gebaut. Clever, oder?
Auf den Inseln fand dann früher das gesamte Leben statt, heute findet dort fast nur Souvenirverkauf statt, auch wenn man uns erklÄrt, dass sie da immer noch wohnen. Ich weiss nicht, aber ich könnte wetten, dass mindestens die hälfte dieser Leute abends ihre Sachen zusammenpacken und dann nach Hause zu Elektrizität und Heizung zurück kehren. Keine Ahnung, is nur so eine Idee.
Auf dieser Tour habe ich den Agrarstudenten Nino und den deutschstämmigen Guatemaler Dieter getroffen.
Mit Schilfbooten haben wir eine kleine Rundfahrt auf dem See gemacht und sind dann gegen Nachmittag auf die Insel Llachon gefahren und wurden dort im Haus einer lokalen Familie untergebracht.
Zum Mittag gab es dann eine lokale Spezialität, kleine Fische, die im ganzen in heissem öl frittiert werden. Wer mich kennt, weiss, dass ich Dinge die mich beim Essen noch angucken, nicht wirklich so toll finde.
Nach dem Essen haben wir mit Isabella, die Frau, bei der wir gewohnt haben, Zwiebeln auf ihrem Feld gepflanzt.
AM Nachmittag sind wir dann auf die Spitze der Inseln hochgeklettert und haben dort oben einen unglaublichen AUsblick auf den ganzen Titicaca genossen.
Zum Abendessen mussten wir uns dann fast ein wenig beeilen, weil im Anschluss eine Art FEst im Dorf auf der Insel stattfand. Dafür hat uns Isabella in original traditionale Kleidung gesteckt und wir haben dann dort zu Folklore ausgelassen getanzt, wobei ich anmerken muss, dass das bolivianische Folklore-Konzept nicht für europäische Ohren funktioniert.
Wir sind im Anschluss jedenfalls glücklich und todmüde in unsere Betten gefallen.
FREITAG, 04.02.11
Gegen 8 Uhr mussten wir aufstehen, frühstücken und dann sind wir wieder auf irgendwelchen Bergen rumgekraxelt. Mein Sportbedarf für diesen Urlaub war also auf jeden Fall mehr als gedeckt. Gegen Nachmittag sind wir dann in Puno wieder angekommen und ich habe meinen Bus nach Cuzco gebucht und bezahlt. Mit Nino war ich dann noch etwas zu Abendessen, bevor mein Bus losfahren sollte. Nach dem Essen sind wir dann ins Hostel zurück, meine Sachen abholen. Und da merke ich, dass aus meinem Rucksack (na habt ihr es euch gemerkt, der stand im abgeschlossenen Depot) sämtliche Verbindungskabel, Ladekabel, mein Handy und (ganz dramatisch) mein Shampoo geklaut wurden. Zu dem Zeitpunkt war es ungefähr noch eine halbe Stunde bis zur Abfahrt meines Busses, das Hotel war sich natürlich keiner Schuld bewusst und hat mich darauf hingewiesen, ich könnte doch eine Anzeige machen. -.-
Ich hatte natürlich einen Feiertag erwischt und die Beamten auf dem lokalen Polizeitrevier fühlten sich nicht wirklich wie Anzeige-mit-einer-Deutschen machen. Ich war zwischendurch drauf und dran, den Beamten von seinen Stuhl zu schubsen und die Anzeige selber zu schreiben. Da wäre ich auf jeden Fall schneller gewesen.
Irgendwie habe ich dieses Papier aber doch in die Hand bekommen, wie durch ein Wunder meinen Bus erwischt (21:30). Und da ging der Spass mal direkt weiter. Ich sass (frisch ausgeraubt) eingekesselt zwischen lauter Quechua (die Sprache der einheimischen Indianer-Bevölkerung)- sprechenden Menschen. Und war in dem Moment in bester Stimmung. Ich habe dann gewartet, bis der Bus abgefahren war und habe mir einen leeren, einsamen Platz ganz hinten im Bus gesucht. Ich wollte einfach nur mal ganz kurz alleine sein......
SAMSTAG, 05.02.11
Gegen 8 Uhr morgens kam ich völlog fertig in Cuzco an. Mit den Jungs hatten wir abgemacht in einem Hostel aufeinander zu warten. Dort habe ich mich dann auch überhaupt nicht um Preise oder irgendwelche Anmeldebedingungen geschert, einfach nur nach dem nächsten Bett gefragt und bin dann im selbigen eingeschlafen. Als ich dann wieder wach und halbwegs zurechnungsfähig war, habe ich erstmal zu Hause angerufen, um meine Handykarte zu sperren, die ja noch in meinem (okay früher wars mal meins) Handy steckte.
Im Anschluss habe, dann wieder etwas optimistischer meine Touren in Cuzco, rund um Cuzco und natürlich auf den Machu Picchu gebucht. Am selben Tag sollte dann die City-Tour in Cuzco anfangen.
Los gings dort im Qorikancha-Tempel, das war eigentlich ein Sonnentempel der Inkas, der dann von den Dominikanern überbaut und zerstört wurde. Irgendwann im 19. Jahrhundert hat dann ein Erdbeben die Kirche zerstört, und da kam dann "zauber, zauber" der Grundriss des Sonnentempels hervor. Dann haben die Archäologen das wieder restauriert.
Im Anschluss gings nach
Sacsayhuaman (ein Gebäude, von dem manchen denken, es sei ein Fort, andere es sei ein Tempel)
Q´enqo (ein Tisch zum Mumifizieren)
Pucapucara (eine Art "Poststelle) und
Tambomachay (eine rituelle Wassserquelle).
An dieser Stelle viel Spass beim Aussprechen. =)
Gegen 18 Uhr war ich dann wieder im hostel zurück. Mit Ana aus den USA bin ich dann noch abendessen gewesen. Irgendwann im Laufe der Nacht kamen dann auch die drei Kanadier an, da habe ich aber schon geschlafen.
SONNTAG, 06.02.11
Um 8:30 Uhr fing meine Tour ins heilige Tal an. Zu besichtigen gabs
Pisaq (eine alte Stadt)
Ollantaytambo (ein alter Tempel)
Moray und
Chinchero (ein Markt + Ausstellung über natürliche Färbemethoden).
Gegen 19 Uhr war ich dann wieder im Hostel und habe dann dort meine 3 Kanadier getroffen. Die waren alle ganz aufgeregt, denn es war der Abend des American Footbal Superbowl Finale. Die haben mir dann versucht, die Regeln zu beantworten. Hat auch mehr oder wenige funktioniert, auch wenn ich glaube laut ihnen das ganze nicht allzu ernst genommen habe. Am nächsten Morgen hatte ich nichts weiter vor, und deshalb haben wir so ungefähr bis 1 Uhr nachts gefeiert.
MONTAG, 07.02.11
Dies ist der Beginn der 3. Woche meiner Bolivien/Peru-Reise. Ich habe (zur Feier des Tages) ausgeschlafen und dann mit den Jungs ein bisschen Billard gespielt. Die drei haben dann ihren Wandertrip auf den Machu Picchu (5-Tag-Trekking mitten in der Regenzeit, danke NEIN !) geplant und organisiert. Sie wollten die alleine und ohne Organisation von aussen machen und mussten sich somit Zelt, Schlafsäcke, Iso-Matten und Verpflegung selber versorgen. Und jetzt dürft ihr mal ganz kurz raten, wer die Ehre hatte zu übersetzen. Ihr kommt da bestimmt drauf.
Mitten in dem ganzen Organisation-Chaos wollten die Jungs dann nich essen gehen, sondern selber kochen. Aber so richtige Ideen oder so hatten sie nicht. Also habe ich, die Frau im Hause (-.-) die Sache in die Hand genommen und folgendes "Menü" gekocht. Für 4 Personen braucht man:
500g Rindfleisch
1 grosse Zwiebel
2 grosse Süsskartoffeln
3 grosse Paprika
1 grosse Zucchini
500g Tomaten
500g Nudeln
1 daumengrosses Stück Ingwer
3 grosse, reife Avocados.
Zwiebeln in Würfeln schneiden (lassen), Paprika in Würfel, Tomaten in Würfel und Ingwer raspeln
Avocado mit Löffel aushöhlen, zu feinem Brei zerdrücken, mit ein bischen Tomaten, Zwiebeln, salz und pfeffer abschmecken
Fleisch anbraten, und dann die anderen Zutaten zugeben
am Ende mit Ingwer, Salz und Pfeffer abschmecken
Guten Apetit. Und da bin ich ganz alleine drauf gekommen =)
Ich habe meine drei grossen Kanadier sogar damit satt bekommen. =)
Die Jungs haben danach dann ihren Trip weiter organisiert und ich habe meine Memory-Chips auf CD brennen lassen, sodass ich auf meiner Kamer wieder Platz hatte. Für den nächsten Tag stand ja Machu Picchu an.
Mit allen Erledigungen und Abendessen ist es dann gegen 2 Uhr geworden, dass wir ins Bett gekommen sind.
DIENSTAG, 08.03.
Die Jungs sind gegen 5 Uhr auf den Machu Picchu los, mein Check-Out im Hostel stand für 10 Uhr an, bis dahin musste ich alle meine Sachen aus dem komfortablen 12-Mann-Zimmer geräumt haben. Ich habe mir den Tag bis 17 Uhr (abfahrt nach M.P.) mit einem Museum und Mittagessen mit einer Chilenerin vertrieben.
Erst gings mit dem Auto, in dem 2 Argentinier sassen, von Cuzco nach Ollantaytambo. Von dort aus fuhr der Zug nach Aguas Calientes, das Dorf am Fusse des M. P. liegt. Gegen 23 Uhr kam ich dann dort in meinem Hostel an und, ihr werdet es erraten, ich bin einfach nur noch ins Bett.
MITTWOCH, 09.03.11
MACHU PICCHU !!!!!!
Ich bin gegen 4 Uhr aufgestanden, weil ich ziemlich zeitig auf dem Berg sein wollte, und man ungefähr 1 bis 2 Stunden Wartezeit beim Busfahren und so einplanen muss. Meine Tour auf dem M.P. fing 7:40 an und ich wollte vorher noch auf den Nachbarberg und ein Panorama-Bild von der Anlage bekommen. Als ich da aber da ankam, war der Nebel so dicht, dass man nicht mal die nächste Strassenecke sehen konnte. Also habe ich die Sache abgeblasen und habe die Tour gemacht. Dabei habe ich dann zwei total herzige Australier getroffen, mit denen bin ich dann nach der Tour gemeinsam aufm Machu Picchu rumgeklettert. Ich weiss ihr wollt jetzt Sachen hören, wie das da so ist. Aber ganz ehrlich, das alles dort war so eindrucksvoll und unglaublich, dass man das mit normalen Worten eigentlich gar nicht beschreiben kann. Auch die gefühlten 1.000 Fotos die ich von so ziemlich jedem Winkel dort gemacht habe, können nur im Ansatz ein Gefühl vermitteln, wie dieses Wunderwerk der Menschheit in Wirklichkeit ist. Lasst es mich mal so sagen: ES WAR ABSOLUT GEIL !!!!!!!!!!!!
=)
Wir wollten dann am Ende eigentlich gar nicht wieder gehen, aber wir mussten. Ab 13 Uhr fangen die an, dort alle rauszufegen.
19 Uhr ging mein Zug zurück nach Cuzco und gegen 2 oder 3 bin ich dann wieder im Hostel angekommen.
DONNERSTAG, 10.02.11
Mein letzter Tag in Cuzco, mein Busticket nach La Paz hatte ich schon in der Tasche und musste nur die Zeit bis zur Abfahrt rumschlagen. Also habe ich mir Tee gekocht, und den dann mit Keksen Fernsehen geguckt. Und vielleicht auch ein wenig geschlafen. =)
Und ab jetzt habe ich meine gesamte Zeit (fast) nur im Bus verbracht.
Nicht eingerechnet:
3 Stunden warten an der Grenze von Peru nach Bolivien
7 Stunden warten an der Grenze von Bolivien nach Argentinien
5 Stunden warten in Jujuy auf den Anschlussbus
Am Sonntag, den 13. wollte ich eigentlich wieder da sein.
Aber letztendlich kam ich am Montag, den 14. gegen 22 Uhr in Cordoba wieder an. Man verschätzt sich manchmal bei den Entfernungen.
Die darauffolgende Woche war ich dann mal ein bisschen Arbeiten und dann am 19.02 kamen ja schon meine Eltern. !!!!!
Aber von den drei Wochen in Argentinien mit ihnen werde ich euch beim nächsten Mal erzählen.
Soweit alles Liebe von mir
Euch einen schönen Tag
Eure Franzi
P.S. Ich war heute gegen 21:30 im JUMP Radio in Deutschland zu hören, wie ich von meinem "Fluch-Erlebnis" in Bolivien erzählt habe. Ihr wisst schon, das Ritual mit dem InkaPriester, nachdem ich dann total viel PEch hatte. Mein erstes Interview. =)
P.PAS. Ich habe gerade in meinen Statistiken gelesen, dass ich auch LEser aus Japan habe. Ich möchte euch an dieser Stelle sagen, dass meine Gedanken immer bei euch sind, und ich hier mit meiner Familie jeden Tag für eure Wohlergehen bete. Haltet durch !!!!
wir haben heute in Argentinien wieder mal einen Feiertag (und morgen auch), dass heisst für mich weder arbeiten noch Hausaufgaben machen müssen, und deshalb versuche ich hier mal ein bisschen voranzukommen.
DONNERSTAG, 03.02.11
Gegen 6:30 bin ich aufgestanden, habe versucht zu duschen (kam aber nur kaltes Wasser, da habe ich das Vorhaben dann mal abgebrochen), gefrühstückt (Brötchen, Tee, Saft und Marmelade).
Im Anschluss habe ich fatalerweise meinen Rucksack in das Depot gestellt (merkt euch die Stelle, wird noch mal wichtig) und wurde dann vom Tourguide abgeholt und los geht´s auf die Schwimmenden Inseln (aus Schilf). Dort wurde der Aufbau dieser Inseln erklärt, wie sie die zusammenbasteln und was sie mit den so alles anstellen und wie sie auf die Idee gekommen sind, sich selber ihre Inseln zu basteln: Der Titicacasee ist in regelmässigen Abständen über die Ufer getreten und hat immer die gesamte Ernte der Anwohner + die Häuser zerstört. Dieses Drama haben die sich ein paar mal angeschaut und dann beschlossen, dass sie davon die Nase voll hatten. Wegziehen wollten sie aber nicht, auf die Idee mit den Stelzenhäusern sind sie irgendwie nich gekommen, also haben sie den schwimmfähigen Schilf aus dem See gefischt, die grossen Blöck zusammengebunden und dann auf diesen "inseln" ihre Häuser gebaut. Clever, oder?
Auf den Inseln fand dann früher das gesamte Leben statt, heute findet dort fast nur Souvenirverkauf statt, auch wenn man uns erklÄrt, dass sie da immer noch wohnen. Ich weiss nicht, aber ich könnte wetten, dass mindestens die hälfte dieser Leute abends ihre Sachen zusammenpacken und dann nach Hause zu Elektrizität und Heizung zurück kehren. Keine Ahnung, is nur so eine Idee.
Auf dieser Tour habe ich den Agrarstudenten Nino und den deutschstämmigen Guatemaler Dieter getroffen.
Mit Schilfbooten haben wir eine kleine Rundfahrt auf dem See gemacht und sind dann gegen Nachmittag auf die Insel Llachon gefahren und wurden dort im Haus einer lokalen Familie untergebracht.
Zum Mittag gab es dann eine lokale Spezialität, kleine Fische, die im ganzen in heissem öl frittiert werden. Wer mich kennt, weiss, dass ich Dinge die mich beim Essen noch angucken, nicht wirklich so toll finde.
Nach dem Essen haben wir mit Isabella, die Frau, bei der wir gewohnt haben, Zwiebeln auf ihrem Feld gepflanzt.
AM Nachmittag sind wir dann auf die Spitze der Inseln hochgeklettert und haben dort oben einen unglaublichen AUsblick auf den ganzen Titicaca genossen.
Zum Abendessen mussten wir uns dann fast ein wenig beeilen, weil im Anschluss eine Art FEst im Dorf auf der Insel stattfand. Dafür hat uns Isabella in original traditionale Kleidung gesteckt und wir haben dann dort zu Folklore ausgelassen getanzt, wobei ich anmerken muss, dass das bolivianische Folklore-Konzept nicht für europäische Ohren funktioniert.
Wir sind im Anschluss jedenfalls glücklich und todmüde in unsere Betten gefallen.
FREITAG, 04.02.11
Gegen 8 Uhr mussten wir aufstehen, frühstücken und dann sind wir wieder auf irgendwelchen Bergen rumgekraxelt. Mein Sportbedarf für diesen Urlaub war also auf jeden Fall mehr als gedeckt. Gegen Nachmittag sind wir dann in Puno wieder angekommen und ich habe meinen Bus nach Cuzco gebucht und bezahlt. Mit Nino war ich dann noch etwas zu Abendessen, bevor mein Bus losfahren sollte. Nach dem Essen sind wir dann ins Hostel zurück, meine Sachen abholen. Und da merke ich, dass aus meinem Rucksack (na habt ihr es euch gemerkt, der stand im abgeschlossenen Depot) sämtliche Verbindungskabel, Ladekabel, mein Handy und (ganz dramatisch) mein Shampoo geklaut wurden. Zu dem Zeitpunkt war es ungefähr noch eine halbe Stunde bis zur Abfahrt meines Busses, das Hotel war sich natürlich keiner Schuld bewusst und hat mich darauf hingewiesen, ich könnte doch eine Anzeige machen. -.-
Ich hatte natürlich einen Feiertag erwischt und die Beamten auf dem lokalen Polizeitrevier fühlten sich nicht wirklich wie Anzeige-mit-einer-Deutschen machen. Ich war zwischendurch drauf und dran, den Beamten von seinen Stuhl zu schubsen und die Anzeige selber zu schreiben. Da wäre ich auf jeden Fall schneller gewesen.
Irgendwie habe ich dieses Papier aber doch in die Hand bekommen, wie durch ein Wunder meinen Bus erwischt (21:30). Und da ging der Spass mal direkt weiter. Ich sass (frisch ausgeraubt) eingekesselt zwischen lauter Quechua (die Sprache der einheimischen Indianer-Bevölkerung)- sprechenden Menschen. Und war in dem Moment in bester Stimmung. Ich habe dann gewartet, bis der Bus abgefahren war und habe mir einen leeren, einsamen Platz ganz hinten im Bus gesucht. Ich wollte einfach nur mal ganz kurz alleine sein......
SAMSTAG, 05.02.11
Gegen 8 Uhr morgens kam ich völlog fertig in Cuzco an. Mit den Jungs hatten wir abgemacht in einem Hostel aufeinander zu warten. Dort habe ich mich dann auch überhaupt nicht um Preise oder irgendwelche Anmeldebedingungen geschert, einfach nur nach dem nächsten Bett gefragt und bin dann im selbigen eingeschlafen. Als ich dann wieder wach und halbwegs zurechnungsfähig war, habe ich erstmal zu Hause angerufen, um meine Handykarte zu sperren, die ja noch in meinem (okay früher wars mal meins) Handy steckte.
Im Anschluss habe, dann wieder etwas optimistischer meine Touren in Cuzco, rund um Cuzco und natürlich auf den Machu Picchu gebucht. Am selben Tag sollte dann die City-Tour in Cuzco anfangen.
Los gings dort im Qorikancha-Tempel, das war eigentlich ein Sonnentempel der Inkas, der dann von den Dominikanern überbaut und zerstört wurde. Irgendwann im 19. Jahrhundert hat dann ein Erdbeben die Kirche zerstört, und da kam dann "zauber, zauber" der Grundriss des Sonnentempels hervor. Dann haben die Archäologen das wieder restauriert.
Im Anschluss gings nach
Sacsayhuaman (ein Gebäude, von dem manchen denken, es sei ein Fort, andere es sei ein Tempel)
Q´enqo (ein Tisch zum Mumifizieren)
Pucapucara (eine Art "Poststelle) und
Tambomachay (eine rituelle Wassserquelle).
An dieser Stelle viel Spass beim Aussprechen. =)
Gegen 18 Uhr war ich dann wieder im hostel zurück. Mit Ana aus den USA bin ich dann noch abendessen gewesen. Irgendwann im Laufe der Nacht kamen dann auch die drei Kanadier an, da habe ich aber schon geschlafen.
SONNTAG, 06.02.11
Um 8:30 Uhr fing meine Tour ins heilige Tal an. Zu besichtigen gabs
Pisaq (eine alte Stadt)
Ollantaytambo (ein alter Tempel)
Moray und
Chinchero (ein Markt + Ausstellung über natürliche Färbemethoden).
Gegen 19 Uhr war ich dann wieder im Hostel und habe dann dort meine 3 Kanadier getroffen. Die waren alle ganz aufgeregt, denn es war der Abend des American Footbal Superbowl Finale. Die haben mir dann versucht, die Regeln zu beantworten. Hat auch mehr oder wenige funktioniert, auch wenn ich glaube laut ihnen das ganze nicht allzu ernst genommen habe. Am nächsten Morgen hatte ich nichts weiter vor, und deshalb haben wir so ungefähr bis 1 Uhr nachts gefeiert.
MONTAG, 07.02.11
Dies ist der Beginn der 3. Woche meiner Bolivien/Peru-Reise. Ich habe (zur Feier des Tages) ausgeschlafen und dann mit den Jungs ein bisschen Billard gespielt. Die drei haben dann ihren Wandertrip auf den Machu Picchu (5-Tag-Trekking mitten in der Regenzeit, danke NEIN !) geplant und organisiert. Sie wollten die alleine und ohne Organisation von aussen machen und mussten sich somit Zelt, Schlafsäcke, Iso-Matten und Verpflegung selber versorgen. Und jetzt dürft ihr mal ganz kurz raten, wer die Ehre hatte zu übersetzen. Ihr kommt da bestimmt drauf.
Mitten in dem ganzen Organisation-Chaos wollten die Jungs dann nich essen gehen, sondern selber kochen. Aber so richtige Ideen oder so hatten sie nicht. Also habe ich, die Frau im Hause (-.-) die Sache in die Hand genommen und folgendes "Menü" gekocht. Für 4 Personen braucht man:
500g Rindfleisch
1 grosse Zwiebel
2 grosse Süsskartoffeln
3 grosse Paprika
1 grosse Zucchini
500g Tomaten
500g Nudeln
1 daumengrosses Stück Ingwer
3 grosse, reife Avocados.
Zwiebeln in Würfeln schneiden (lassen), Paprika in Würfel, Tomaten in Würfel und Ingwer raspeln
Avocado mit Löffel aushöhlen, zu feinem Brei zerdrücken, mit ein bischen Tomaten, Zwiebeln, salz und pfeffer abschmecken
Fleisch anbraten, und dann die anderen Zutaten zugeben
am Ende mit Ingwer, Salz und Pfeffer abschmecken
Guten Apetit. Und da bin ich ganz alleine drauf gekommen =)
Ich habe meine drei grossen Kanadier sogar damit satt bekommen. =)
Die Jungs haben danach dann ihren Trip weiter organisiert und ich habe meine Memory-Chips auf CD brennen lassen, sodass ich auf meiner Kamer wieder Platz hatte. Für den nächsten Tag stand ja Machu Picchu an.
Mit allen Erledigungen und Abendessen ist es dann gegen 2 Uhr geworden, dass wir ins Bett gekommen sind.
DIENSTAG, 08.03.
Die Jungs sind gegen 5 Uhr auf den Machu Picchu los, mein Check-Out im Hostel stand für 10 Uhr an, bis dahin musste ich alle meine Sachen aus dem komfortablen 12-Mann-Zimmer geräumt haben. Ich habe mir den Tag bis 17 Uhr (abfahrt nach M.P.) mit einem Museum und Mittagessen mit einer Chilenerin vertrieben.
Erst gings mit dem Auto, in dem 2 Argentinier sassen, von Cuzco nach Ollantaytambo. Von dort aus fuhr der Zug nach Aguas Calientes, das Dorf am Fusse des M. P. liegt. Gegen 23 Uhr kam ich dann dort in meinem Hostel an und, ihr werdet es erraten, ich bin einfach nur noch ins Bett.
MITTWOCH, 09.03.11
MACHU PICCHU !!!!!!
Ich bin gegen 4 Uhr aufgestanden, weil ich ziemlich zeitig auf dem Berg sein wollte, und man ungefähr 1 bis 2 Stunden Wartezeit beim Busfahren und so einplanen muss. Meine Tour auf dem M.P. fing 7:40 an und ich wollte vorher noch auf den Nachbarberg und ein Panorama-Bild von der Anlage bekommen. Als ich da aber da ankam, war der Nebel so dicht, dass man nicht mal die nächste Strassenecke sehen konnte. Also habe ich die Sache abgeblasen und habe die Tour gemacht. Dabei habe ich dann zwei total herzige Australier getroffen, mit denen bin ich dann nach der Tour gemeinsam aufm Machu Picchu rumgeklettert. Ich weiss ihr wollt jetzt Sachen hören, wie das da so ist. Aber ganz ehrlich, das alles dort war so eindrucksvoll und unglaublich, dass man das mit normalen Worten eigentlich gar nicht beschreiben kann. Auch die gefühlten 1.000 Fotos die ich von so ziemlich jedem Winkel dort gemacht habe, können nur im Ansatz ein Gefühl vermitteln, wie dieses Wunderwerk der Menschheit in Wirklichkeit ist. Lasst es mich mal so sagen: ES WAR ABSOLUT GEIL !!!!!!!!!!!!
=)
Wir wollten dann am Ende eigentlich gar nicht wieder gehen, aber wir mussten. Ab 13 Uhr fangen die an, dort alle rauszufegen.
19 Uhr ging mein Zug zurück nach Cuzco und gegen 2 oder 3 bin ich dann wieder im Hostel angekommen.
DONNERSTAG, 10.02.11
Mein letzter Tag in Cuzco, mein Busticket nach La Paz hatte ich schon in der Tasche und musste nur die Zeit bis zur Abfahrt rumschlagen. Also habe ich mir Tee gekocht, und den dann mit Keksen Fernsehen geguckt. Und vielleicht auch ein wenig geschlafen. =)
Und ab jetzt habe ich meine gesamte Zeit (fast) nur im Bus verbracht.
Nicht eingerechnet:
3 Stunden warten an der Grenze von Peru nach Bolivien
7 Stunden warten an der Grenze von Bolivien nach Argentinien
5 Stunden warten in Jujuy auf den Anschlussbus
Am Sonntag, den 13. wollte ich eigentlich wieder da sein.
Aber letztendlich kam ich am Montag, den 14. gegen 22 Uhr in Cordoba wieder an. Man verschätzt sich manchmal bei den Entfernungen.
Die darauffolgende Woche war ich dann mal ein bisschen Arbeiten und dann am 19.02 kamen ja schon meine Eltern. !!!!!
Aber von den drei Wochen in Argentinien mit ihnen werde ich euch beim nächsten Mal erzählen.
Soweit alles Liebe von mir
Euch einen schönen Tag
Eure Franzi
P.S. Ich war heute gegen 21:30 im JUMP Radio in Deutschland zu hören, wie ich von meinem "Fluch-Erlebnis" in Bolivien erzählt habe. Ihr wisst schon, das Ritual mit dem InkaPriester, nachdem ich dann total viel PEch hatte. Mein erstes Interview. =)
P.PAS. Ich habe gerade in meinen Statistiken gelesen, dass ich auch LEser aus Japan habe. Ich möchte euch an dieser Stelle sagen, dass meine Gedanken immer bei euch sind, und ich hier mit meiner Familie jeden Tag für eure Wohlergehen bete. Haltet durch !!!!
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